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Julia Fischer (M.) scharte beim Eröffnungskonzert der Musikferien zahlreiche talentierte Nachwuchskünstler um sich. 

Musikferien am Starnberger See

Die Meisterin und talentierte Schüler

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70 junge Musiker sind aus aller Welt zu den Starnberger Musikferien gekommen. Bei Ausnahme-Geigern, allen voran Julia Fischer, erhalten sie Einzelunterricht. Beim Eröffnungskonzert begeisterten Meister  und Schüler bereits. 

Starnberg Sie kommen aus aller Welt zu den Musikferien am Starnberger See, junge Nachwuchsmusiker, die das Glück gehabt haben, an den alljährlichen Meisterkursen mit der weltberühmten Geigerin und Pianistin Julia Fischer aus Gauting teilnehmen zu können. Manche sind aus Japan angereist, andere aus Kalifornien, Spanien oder der Ukraine, viele sind aber aber auch aus der Region.

Die jungen Leute bewerben sich mit einem Video, eine Jury entscheidet nach genau festgelegten Kriterien, wer mitmachen darf, bevor Julia Fischer bei einem Vorspiel das letzte Wort hat. Entscheidend sei nicht allein das technische Können, erzählt ein Mädchen der von Julia Fischer gegründeten „Kindersinfoniker“. Was zählt, ist Musikalität. Wer zu den Auserwählten gehört, der „geht total motiviert aus den Musiktagen raus. Das Feedback ist ein halbes Jahr Begeisterung“, sagt Sven Radtke, dessen Tochter 2019 dabei war.

70 junge Musiker kommen heuer in den Genuss von Einzelunterricht, der von sieben Weltklassemusikern in 90 Kursen gegeben wird. Sven Radtke ist im Vorstand vom Freundeskreis Museum Starnberger See, der das Eröffnungskonzert der Musikferien veranstaltet. „Ich freue mich, dass es alljährlich gelingt, so hochkarätige Musiker zu holen“, sagt er. Das Publikum weiß es zu schätzen. Die Nachfrage zum Eröffnungskonzert war so groß, dass es in der Schlossberghalle stattfand und nicht in der Evangelischen Akademie Tutzing, wo die Meisterkurse abgehalten werden. Auch für die Nachwuchsmusiker ist das große Publikum eine wichtige Erfahrung, spielen sie doch während der Musikferien eher vor auserwählter Runde und ihresgleichen.

Das Eröffnungskonzert mit Julia Fischer, die auf einer Guadagnini aus dem Jahr 1742 spielte, begeisterte das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute. Ihr Instrument wurde ein Jahr nach Vivaldis Tod gebaut. Dessen Konzert für vier Violinen und Streicher h-Moll op.3 Nr. 10 eröffnete den besonderen Abend. Amelie Böckheler, Lorenz Chen und Severin Schmid standen als Streicher gleichberechtigt neben Julia Fischer auf der Bühne und glänzten durch Können. Furioser Applaus brandete auf, auch für Henri Bonamy, der am Klavier brillierte und der bei der Sonate für Violine und Klavier Nr.1 G-Dur op. 78 von Johannes Brahms mit Julia Fischer auf Augenhöhe musizierte. Nach der Pause erlebte das Publikum die Stargeigerin als expressive und temperamentvolle Pianistin. Begleitet wurde sie bei Dvoraks Klavier-Quintett A-Dur, op.81 von den Streichern Kirill Troussov, Andreas Janke, Louis Vandory und Matthias Gredler.

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