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Erste Interessenten für Starnberger Jugendbeirat: Gremium soll bis Mitte des Jahres stehen

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Von: Tobias Gmach

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Warben um die Jugend auf dem Starnberger Kirchplatz (v.l.): Friedrich Federsel (Jugendbeauftragter des Stadtrats), Daniel Ternyik, Nina Hofmann (beide vom Jugendtreff), Tim Bocksberger und Claus Piesch (beide vom Kreisjugendring). Der 18-jährige Michael Lech schaute am Stand vorbei.
Warben um die Jugend auf dem Starnberger Kirchplatz (v.l.): Friedrich Federsel (Jugendbeauftragter des Stadtrats), Daniel Ternyik, Nina Hofmann (beide vom Jugendtreff), Tim Bocksberger und Claus Piesch (beide vom Kreisjugendring). Der 18-jährige Michael Lech schaute am Stand vorbei. © Dagmar Rutt

Für den Starnberger Jugendbeirat sucht das Jugendtreff-Team Interessenten. Das Gremium soll bis Mitte des Jahres stehen.

Starnberg – Bis Mitte des Jahres soll der Starnberger Jugendbeirat offiziell stehen. Dieses Ziel hat sich das Vorbereitungsteam vom Jugendtreff Nepomuk gegeben. Am Freitagnachmittag bauten sie gemeinsam mit Vertretern des Kreisjugendrings (KJR) auf dem Kirchplatz einen Stand auf – um nach potenziellen Jugendbeiräten zu suchen, aber auch um zu erfragen: Was wünschen sich junge Leute in ihrer Stadt?

Ein paar konkrete Antworten waren auf einer Plane mit einer großen Starnberg-Karte zu lesen. „Einen größeren Skaterpark“, „mehr Öffentliche, weniger Autos“ oder „mehr Fahrradwege“ stand da. Mit Jugendlichen ins Gespräch kommen konnten die Engagierten am eiskalten Freitagnachmittag allerdings nur selten. Nepomuk-Sozialpädagogin Nina Hofmann kennt aber einige ihrer Wünsche: „Es gibt in Starnberg kein Café, dessen Angebot für Jugendliche erschwinglich ist, keinen Club, keinen Nachtbus“, sagte sie. Konkrete Ideen von jungen Leuten finden sich auch auf den Flyern und Plakaten, die für den Jugendbeirat werben. „Rave auf dem Kirchplatz“, steht auf einem, „Rock am Ring? Rock am Steininger“ auf einem anderen. „Freie Fahrt für alle bis 24 Jahre“, fordert ein Plakat mit einem Foto vom Innenraum eines Omnibusses.

Vier- bis zehnköpfig soll der Starnberger Jugendbeirat sein

Vier- bis zehnköpfig soll der Starnberger Jugendbeirat sein. „Fixe Zusagen sind schwierig, aber es gibt schon ein paar Interessenten“, berichtete Sozialpädagoge Daniel Ternyik auf Nachfrage. Beim Standaufbau half auch Friedrich Federsel, Jugendbeauftragter des Stadtrats. Mit 30 Jahren ist er selbst der Jüngste im Gremium, aber auch schon lange nicht mehr jugendlich. „Ich finde es immer schwierig, wenn nur Ältere über Jugend-Themen diskutieren“, sagte er. Deshalb finde er die Einrichtung des Jugendbeirats, der Anträge an den Stadtrat stellen kann, enorm wichtig. Die Pandemie erschwere die Teilhabe junger Leute zusätzlich, betonte Federsel. „Sie werden vergessen und vernachlässigt.“

Am Kirchplatz vertreten war auch das Videomobil des Kreisjugendrings, etwa im Format eines TV-Übertragungswagens (nur ohne Antennen und Satellitenschüsseln). Der KJR sammelt landkreisweit Stimmen von Jugendlichen im bewegten Bild. Wofür die Clips eines Tages verwendet werden, ist noch nicht klar. Gut möglich ist aber, dass sie auf den Homepages des KJR und des Jugendtreffs Nepomuk erscheinen – und dass sie Stadt- und Gemeinderäte in einer ihrer Sitzungen zu sehen bekommen werden.  gma

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