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Erste Jobmesse im Landkreis Starnberg: Chance für Azubis, Fachkräfte – und Chefs

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Von: Laura Forster

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Freuen sich auf viele Besucher der Jobmesse (v.l.): Nils Friedrich (Hoteldirektor Vier Jahreszeiten Starnberg), Katharina Panholzer und Sabine Ostermann vom Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“, Annette von Nordeck und Anne Boldt von der gwt sowie Tobias Baumann (Hotel Vier Jahreszeiten).
Freuen sich auf viele Besucher der Jobmesse (v.l.): Nils Friedrich (Hoteldirektor Vier Jahreszeiten Starnberg), Katharina Panholzer und Sabine Ostermann vom Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“, Annette von Nordeck und Anne Boldt von der gwt sowie Tobias Baumann (Hotel Vier Jahreszeiten). © Laura Forster

Die erste Ausbildungs- und Jobmesse im Landkreis Starnberg findet am kommenden Mittwoch statt. Was dahinter steckt und wie es dazu kam, erklärt Annette von Nordeck, Wirtschaftsförderin der gwt, im Interview mit dem Starnberger Merkur.

Landkreis – Am kommenden Mittwoch um 11 Uhr startet sie: die erste Ausbildungs- und Jobmesse im Landkreis Starnberg, organisiert von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) und dem Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“. Mehr als 35 Betriebe werden im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg (Münchner Straße 17) ihre Stände aufbauen und künftige Auszubildende oder Arbeitssuchende über ihr Unternehmen informieren. Annette von Nordeck, Wirtschaftsförderin der gwt, erklärt im Interview mit dem Starnberger Merkur, wieso die Messe so wichtig ist, mit welchen Problemen der Landkreis hinsichtlich Azubis und Mitarbeitern zu kämpfen hat und welch große Vielfalt das Fünfseenland arbeitstechnisch zu bieten hat.

Frau von Nordeck, wie kam es dazu, dass Sie dieses Jahr zum ersten Mal eine Ausbildungs- und Jobmesse im Landkreis organisieren?

Der Gedanke einer Messe treibt uns schon lange um. Wir hatten die Ausbildungs- und Jobmesse schon vor Corona geplant, konnten sie aufgrund der Pandemielage jedoch nicht stattfinden lassen. Die Messe schließt für uns eine Lücke beim Thema Sichtbarkeit der Unternehmen und auch beim Thema Besetzung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsstellen.

Wie läuft die Messe ab?

Der Tag wird zweigeteilt sein. Wir starten um 11 Uhr mit der Ausbildungsmesse, um 18 Uhr beginnt die Jobmesse. Neben den Ständen gibt es auch einige Vorträge und ein Job-Speed-Dating, bei dem sich Unternehmen und Azubi oder Arbeitssuchender besser kennenlernen können.

Welche Ausbildungs- und Arbeitsstellen werden angeboten?

Es ist ein buntes Potpourri an technischen Berufen, sozialen Berufen und kaufmännischen Berufen. Es sind auch Kliniken und Handwerksbetriebe dabei. Über 35 Unternehmen aus dem Landkreis werden vor Ort sein, unter anderem die Molkerei Scheitz aus Andechs, die Starnberger Kliniken, die Deutsche Aircraft, Eos, die Kreissparkasse und Webasto. Auch Mynaric, als eine der innovativsten Firmen weltweit, ist Teil der Messe. Das zeigt die Vielfalt des Angebots. Es kann jeder kommen, der auf der Suche nach einer Ausbildung oder einer Anstellung im Landkreis ist. Vom Handwerker bis zum IT-Spezialist – jeder wird fündig.

Wie groß ist denn überhaupt der Bedarf an Auszubildenden und Arbeitskräften im Landkreis?

Sehr groß. Wir hatten, als Corona losging, gedacht, dass die Suche nach Fach- und Führungskräften zurückgehen wird, anfänglich war das sicher auch so. Aber die offenen Positionen im Landkreis sind nach wie vor sehr viele. Viele Unternehmen sind trotz Pandemie gewachsen. Genau die suchen jetzt händeringend Auszubildene, aber auch Fach- und Führungskräfte.

Wieso ist es für die Unternehmen in Landkreis so schwer, Azubis und Mitarbeiter zu finden?

Das hat mehrere Gründe. Wir haben München vor der Tür. Viele, die hier leben, beschäftigen sich nicht mit dem Landkreis als Arbeitsplatz. Nur 25 Prozent der Bürger, die hier leben, arbeiten auch hier, obwohl im Landkreis so viele tolle Unternehmen beheimatet sind. Das ist das eine, das andere sind die hohen Mietkosten, die viele abschrecken, hierher zu ziehen. Deshalb ist die lokale Messe so wichtig, denn die Menschen, die sie besuchen, wohnen schon im Landkreis. Arbeiten und Wohnen zu verbinden – das ist einfach sinnvoll, auch im Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit.

Inwiefern?

Einige Unternehmen haben uns erzählt, dass durch die Pandemie und das Homeoffice viele Mitarbeiter gemerkt haben, wie schön es ist, wenn man mehr Zeit mit der Familie verbringen kann und nicht jeden Tag hin und her pendeln muss. Da kommt bei vielen der Gedanke auf: Wieso suche ich mir nicht hier in der Nähe einen Job?

Soll die Messe, wie zum Beispiel der Tag der Ausbildung, ein fester Bestandteil des Jahresprogramms der gwt werden?

Ja, wenngleich wir natürlich sehen müssen, wie sie angenommen wird. Wenn die Messe ein Erfolg ist, dann gibt es keinen Grund, sie nicht zu wiederholen. Der Ausbildungskompass und auch der Tag der Ausbildung haben uns gezeigt, dass sich Regelmäßigkeit auszahlt und die Dinge so im Kopf bleiben.

Weitere Infos zur Ausbildungs- und Jobmesse gibt es unter www.das-job-event.de im Internet.

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