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„Bis zum Loch 17 keine Fehler gemacht“: Im Anschluss lief es für Jonas Kölbing dann nicht mehr so gut.

Erste Starnberg Open

Turnier spitze, Ergebnis durchwachsen

Das macht Lust auf mehr. Die erstmals ausgetragenen Starnberg Open waren ein voller Erfolg für den Golfclub Starnberg. Nur einer hatte keinen Grund, zu strahlen.

Starnberg – Eigentlich war für Jonas Kölbing alles angerichtet. „Ich war richtig gut drauf, habe mich sehr über eine erste Runde gefreut“, sagte der Golf-Profi. Mit einer 65er Runde war der Lokalmatador bei den erstmals ausgerichteten Starnberg Open, dem höchstklassigsten Golfturnier, das jemals vom GC Starnberg ausgerichtet wurde, am Mittwoch gestartet. Der 32-Jährige führte nach Tag eins die Wertung des Pro Golf Tour-Turniers sogar an.

Kölbing nach zwei Bogies: „Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt“

Nach dem abendlichen Fischen zur Entspannung startete Kölbing auch gut in den zweiten Tag. „Bis zum Loch 17 habe ich keinen Fehler gemacht“, berichtete Kölbing. Plötzlich leistete er sich jedoch zwei Patzer in Folge und fiel mit zwei Doppel-Bogies deutlich zurück. „Das war hart für mich. Das Niveau auf der Pro Golf Serie ist in den vergangenen Jahren zu gut geworden. Da darf man sich solche Fehler nicht leisten“, bekannte Kölbing.

Die Aufholjagd am Freitag endete, ehe sich richtig beginnen konnte. Die langen Puts wollten einfach nicht fallen. Vier Birdies waren zu wenig, um vor den Augen der Eltern, Freundin, deren Eltern und vieler Bekannte noch viele Plätze gutzumachen. Am Ende unterliefen Kölbing sogar noch zwei Bogies, er fiel auf Platz 23 zurück. „Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Aber im Golf gibt es halt gute und schlechte Zeiten, das gehört dazu“, sagte der für den GC Starnberg spielende Golfprofi.

Fleer scheiterte nur knapp am ewigen Platzrekord

Er ist damit weiterhin nur Zwölfter der Pro Golf Serie, bei der man dem Traum von einer Karriere auf der European Tour deutlich näher kommen kann. „Ich lasse den Kopf aber nicht hängen, auch wenn die Saison fast zu Ende ist. In Polen und gerade beim Finale in Adendorf gibt es noch viele Punkte zu holen. Wenn ich da sehr gut spiele, kann ich noch unter die ersten Sechs kommen“, sagte Kölbing.

Einer seiner Konkurrenten ist Max Schmitt (Golfclub Rheinhessen, Hofgut Wißberg St. Johann). Der 19-Jährige holte sich mit einem Gesamtergebnis von Elf unter Par in Hadorf den Turniersieg. „Das ist ein echt schöner Golfplatz, und die Grüns sind absolut perfekt. Die kann man gar nicht besser machen. Es war atemberaubend, auf so guten Grüns mal in Deutschland zu putten“, lobte Schmitt den Ausrichter in höchsten Tönen. Das nutzte auch Finn Fleer (Golfclub Hummelbachaue) aus. Mit einer 62er Runde scheiterte der Deutsche am Donnerstag nur knapp am schon lange bestehenden Platzrekord (61).

Düsseldorfer über Starnberg: „Die Grüns gehören zu den besten der Saison“

All dies zeigt die sehr gute Arbeit beim GC Starnberg. Besonders das Greenkeeping-Team um Head Course Manager Andreas Matzner konnte sich auf die Schulter klopfen. Florian Kolberg war begeistert: „Der Platz des GC Starnberg ist in einem Top-Zustand. Vor allem die Grüns gehören zu den besten der Saison“, sagte der Düsseldorfer, obwohl er am Cut für die besten 40 Spieler nach zwei Tagen gescheitert war.

Besser lief es für die beiden Schweizer Marco Iten und Benjamin Rusch, die am Ende hinter Youngster Schmitt auf den Rängen zwei und drei landeten. Auch diese beiden würden in naher Zukunft gerne in der European Tour spielen. Eine Rückkehr nach Starnberg im nächsten Jahr dürfte ihnen aber auch gefallen.

„Es war ein super Event“, brachte es Kölbing abschließend auf den Punkt, nachdem er die erste Enttäuschung verdaut hatte.

Von Tobias Huber

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