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Erste zwölf Omikron-Fälle im Landkreis nachgewiesen

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Von: Peter Schiebel

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Coronavirus - PCR Labor
Eine Labormitarbeiterin bereitet in einem Labor Teströhrchen für einen PCR-Test vor. Im Landkreis Starnberg sind nun die ersten Omikron-Fälle nachgewiesen. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Im Landkreis Starnberg sind die ersten zwölf Fälle der als hoch ansteckend geltenden Virusvariante Omikron nachgewiesen. Betroffen sind vor allem junge Leute, über Symptome klagen allerdings nur fünf Personen.

Landkreis – Im Landkreis Starnberg sind die ersten zwölf Fälle der als hoch ansteckend geltenden Virusvariante Omikron nachgewiesen. Das teilte das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mit. Dabei handelt es sich um acht Männer und vier Frauen aus acht der 14 Landkreis-Gemeinden. Fälle gab es demnach in Starnberg (drei), Berg und Tutzing (je zwei) sowie Gauting, Herrsching, Krailling, Weßling und Wörthsee (je einer). Der erste von ihnen war am 18. Dezember positiv getestet worden.

Omikron im Landkreis Starnberg: Viele junge Leute infiziert

Wie Landratsamtssprecher Stefan Diebl auf Anfrage sagte, befinden sich unter den Infizierten auch zwei Kinder im Alter von vier und acht Jahren. Auffällig sei die Häufung bei jungen Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Lediglich zwei der positiv getesteten Personen sind älter als 50 Jahre – eine ist 52, die andere 70 Jahre alt.

Mindestens zehn der zwölf Personen seien zweimal geimpft gewesen, eine sogar dreimal, erklärte Diebl. In zwei Fällen war der Impfstatus am Donnerstagnachmittag noch unklar. Alle haben es, wenn überhaupt, mit einem leichten Verlauf der vom Coronavirus ausgelösten Covid-Erkrankung zu tun. Lediglich fünf Personen würden über leichte Grippe-Symptome klagen, sagte Diebl. „Niemand von ihnen muss in einer Klinik behandelt werden.“ Die anderen sieben seien sogar symptomfrei. Bei ihnen sei die Infektion überhaupt nur deswegen aufgefallen, weil sie sich aus anderen Gründen hätten testen lassen, betonte der Sprecher. Die Entwicklung stützt damit Aussagen von Experten, wonach eine Impfung zwar nicht zwingend vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante schützt, schwere Verläufe aber verhindern kann.

Omikron im Landkreis Starnberg: Positiv Getestete für 14 Tage in Quarantäne

Wo und wie sich die zwölf Personen infiziert haben, ist unklar. Es seien Reiserückkehrer darunter gewesen, sagte Diebl – „aber nicht nur“. Alle zwölf befinden sich für 14 Tage in häuslicher Quarantäne, aus der sie sich nicht frühzeitig mit einem negativen PCR-Test freitesten können. Sie müssten am 13. Tag der Quarantäne einen PCR-Test vornehmen, um die Isolation beenden zu können. Das gelte im Übrigen auch für enge Kontaktpersonen, gab der Sprecher die Rechtslage wieder.

Insgesamt vermeldete das Landratsamt am Donnerstag 55 neue Corona-Fälle, neun mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz gab das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 229,9 an. Auf Intensivstationen wurden unverändert neun Covid-Patienten behandelt, vier von ihnen mussten beatmet werden.

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