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Schnittig-modern: Der neue Dampfer heißt im digitalen Entwurf „MS 2020“, der echte Name steht noch nicht fest.

Vieles noch unklar

Neuer Dampfer für Flotte am Starnberger See: Saisonbeginn verspricht Neuerungen - nicht nur gute

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Eine Visualisierung zeigt erstmals, wie der neue Dampfer für die Starnberger-See-Flotte aussehen wird.  Für Fahrgäste bringt das neue Schiff einige Neuerungen.

  • Neuerung am Starnberger See: Optik des neuen Dampfers klar
  • Mehrere Gemeinden haben sich bereits als Namenspaten beworben
  • Es gibt einige Neuerungen für Passagiere

Landkreis – Windschnittige Form, getönte, große Fensterscheiben und ein erhöhtes Deck als Aussichtspunkt: Eine erste Visualisierung zeigt die Charakteristika des neuen Dampfers, der die Starnberger-See-Flotte ab der Saison 2021 verstärken soll. Den Vorentwurf hat die Lux-Werft aus Niederkassel nun auf Anfrage des Starnberger Merkur herausgegeben. „Im Laufe der Planungs- und Konstruktionsphase könnten einzelne Elemente und Bauteile noch verändern werden“, schreibt Lydia Siegmann, Projektleiterin beim Schiffsbauer in Nordrhein-Westfalen.

Starnberger See: Neues Ausflugsboot - Details bekannt

Klar ist: Das Ausflugsboot wird 35 Meter lang und acht Meter breit sein. Es soll die MS Berg und die MS Phantasie ersetzen. Letztere ist schon nicht mehr in Betrieb. Der Neuzugang ist von seiner Dimension am ehesten mit der MS Bernried zu vergleichen – aber wesentlich moderner: Ein Aufzug soll, wie bei der MS Utting auf dem Ammersee, zum Beispiel Rollstuhlfahrern komplette Barrierefreiheit ermöglichen.

Noch existiert der neue Dampfer nur digital. „Die Planung befindet sich in den letzten Zügen, sodass wir in absehbarer Zeit mit dem Bau des Schiffes starten können“, schreibt Siegmann. Einen genauen Startzeitpunkt könne man noch nicht nennen.

Starnberger See: Mehrere Gemeinden wollen Namenspaten sein

Unklar ist auch noch, wie das Schiff heißen wird. Mehrere Gemeinden am See haben bekundet, Namenspaten sein zu wollen. Das berichtet Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH, auf Nachfrage. Auf welche Weise der Name bestimmt oder gewählt wird, sei noch nicht entschieden.

Die „MS 2020“, wie sie provisorisch in der Visualisierung heißt, soll verstärkt die südliche Seerunde mit Halten in Seeshaupt, Bernried, Tutzing und Ambach fahren. Die Verbindung Tutzing-Ambach wird gerne von Radlern genutzt. „Da hatten wir mit der MS Berg und der MS Phantasie immer Probleme“, sagt Grießer. Die Durchgänge auf den Schiffen sind zu eng, vorgeschriebene Breiten werden nicht eingehalten. Mit dem neuen Dampfer ist der Fahrrad-Transport möglich.

Zu Saisonstart am Starnberger See: Höhere Preise geplant

Wenn die Seenschifffahrt am Ostersonntag, 12. April, in die Saison startet, gelten nicht nur insgesamt etwas höhere Preise, sondern es gilt auch ein neuer, etwas komplexerer Fahrplan. „Man muss ihn ein bisschen studieren“, räumt Grießer ein. Wesentlich ist: Die Frequenzen werden erhöht, es gibt zum Beispiel mehr Fahrten zwischen Starnberg und Tutzing. In Tutzing soll der Steg bis Ostern auf 50 Meter verlängert werden, damit künftig zwei Schiffe gleichzeitig anlegen können. An dem Knotenpunkt sollen Fahrgäste (wie in Herrsching am Ammersee) ohne großen Zeitverlust von der nördlichen in die südliche Rundfahrt umsteigen können. „So kommt man auch ohne eine große Rundfahrt von Starnberg nach Seeshaupt“, erklärt Grießer. Gerade Reisegruppen sei die große Rundfahrt mit drei Stunden und 40 Minuten oft zu lang.

Am Starnberger See: Grundstück nicht langfristig zu bekommen - kein Halt in Ammerland

Den Wünschen der Kunden würde sicher auch wieder ein Halt in Ammerland entsprechen. Der renovierungsbedürftige Steg wird seit 2019 nicht mehr angefahren – auch weil die Schifffahrt sich nicht langfristig mit dem Eigentümer des Grundstücks einigen kann. „Einen sechsstelligen Betrag zu investieren, macht da keinen Sinn“, sagt Grießer. Alternativstandorte kämen wegen schlechter Zugänglichkeit und Bojenfeldern nicht in Frage. „Im Moment sehen wir da keine Lösung.“

In der Winterpause rüstet sich die Schifffahrt für die Saison. Die MS Bayern steht zur fünfjährlichen Routineuntersuchung – eine Art Tüv – in der Starnberger Werft. Der Ammersee-Raddampfer Dießen bekommt nach fast 20 Jahren einen neuen Bodenbelag auf dem Oberdeck, die Schaufelräder der Herrsching neue Lager. Repariert werden außerdem die Stege in Possenhofen am Starnberger und Riederau am Ammersee. Schönheitsoperationen, gerade was das Holz betrifft, unterziehen sich sämtliche Schiffe. Schifffahrtschef Grießer: „Sie sollen zur Saison ja in neuem Glanz erstrahlen.“

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Ein Großaufgebot an Rettungskräften hat am Mittwochabend nach einer möglicherweise vermissten Person im Starnberger See gesucht. Allein sechs Boote waren vor dem Midgardhaus in Tutzing im Einsatz.

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