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Wassermassen ohne Ende: In Steinebach am Wörthsee fielen innerhalb von etwa 45 Minuten an die 110 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel. Die Feuerwehr musste zu knapp 40 Einsätzen ausrücken. 

Wetterwarnungen für den Landkreis Starnberg

Unwetter und Starkregen: Land unter am Wörthsee - Sonnwendfeuer abgesagt

Die angekündigten Gewitter sind im Landkreis Starnberg eingetroffen. Es gelten mehrere Wetterwarnungen. Mehrere Veranstaltungen sind abgesagt worden.

Update Sonntag, 14.10 Uhr: Die Bilanz von Samstagabend in Steinebach am Wörthsee: 37 Einsätze, meist vollgelaufene Keller, und 110 Liter Regen pro Quadratmeter binnen 45 Minuten. Mehr als 50 Feuerwehrleute waren  ab 18 Uhr bis Mitternacht damit beschäftigt, vollgelaufene Keller und Straßen leer zu pumpen. „Solche Wassermengen habe ich noch nie erlebt, und ich bin seit 40 Jahren Feuerwehrmann“, sagt Thomas Varga von der Feuerwehr Steinebach-Auing. 

Update 19.45 Uhr: Seit dem späten Samstagnachmittag toben sich Gewitter über dem Landkreis Starnberg aus. Nach Pfingstmontag und Freitagabend traf es wieder vor allem den nordwestlichen Landkreis. Allein im Bereich um den Wörthsee gab es mehr als 20 Feuerwehreinsätze, vor allem vollgelaufende Keller. Schwerpunkt der Einsatz bis zum frühen Abend war Steinebach, erklärte Kreisbrandinspektor Anton Graf. Der östliche Landkreis war nicht betroffen. Allerdings: Aus Osten kommen weitere schwere Gewitter, die am späten Abend den Landkreis treffen können - oder nördlich vorbeiziehen, das ist noch nicht sicher.

Landkreis Starnberg: Wetterdienst warnt vor kräftigen Gewittern mit Starkregen: Sonnwendfeuer abgesagt

Starnberg – Die Vorwarnung des Deutschen Wetterdienstes verheißt nichts Gutes: „Am heutigen Samstagnachmittag entwickeln sich lokal kräftige Gewitter mit heftigem Starkregen um 30 l/qm in kurzer Zeit. Diese können sich zu einem größeren Gewitterkomplex zusammenschließen, wobei sich dann über mehrere Stunden Regensummen zwischen 30 und 50 l/qm, lokal um 60 l/qm akkumulieren können. Im Laufe der Nacht zum Sonntag ziehen sich die Gewitter nach Südosten zurück und schwächen sich allmählich ab.“ Die Vorwarnung gilt für Südbayern und von 14 Uhr bis Sonntagmorgen 3 Uhr. Nach Daten anderer Wetterdienst besteht am frühen Abend die höchste Wahrscheinlichkeit für schwere Gewitter – aber das kann auch ganz anders sein. 

Gewitter und Starkregen: Sonnwendfeuer abgesagt

Mehrere Veranstalter haben auf die Wettervorhersage bereits reagiert. So wurden die Sonnwendfeuer in Frieding und Percha verschoben. In Weßling soll das Feuer am Sonntagabend entzündet werden – dann soll die Gewittergefahr deutlich abgenommen haben. 

Bereits am Freitagabend waren schwere Gewitter über den Landkreis hinweggezogen. In mehreren Orten mussten Feuerwehren wegen überfluteter Straßen und Gehwegen sowie Unterführungen ausrücken. Betroffen waren unter anderem Herrsching und Geisenbrunn. 

Nach den Gewittern kommt die Hitzewelle – und schon jetzt suchen viele Abkühlung in den Seen. Erst am Freitag kam es dabei zu einem weiteren Badeunfall mit tragischem Ausgang in Weßling. Alle aktuellen Informationen zum Wetter in Bayern finden Sie im News-Ticker auf Merkur.de.

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