Strahlende Gesichter bei strahlendem Wetter: Die neuen Pfarrer Dr. Anne Stempel-de Fallois und Johannes de Fallois (2.v.r) mit Pfarrer Dr. Stefan Koch (l.) und Dekan Jörg Hammerbacher im Garten der Friedenskirche. Foto: Andrea Jaksch
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Strahlende Gesichter bei strahlendem Wetter: Die neuen Pfarrer Dr. Anne Stempel-de Fallois und Johannes de Fallois (2.v.r) mit Pfarrer Dr. Stefan Koch (l.) und Dekan Jörg Hammerbacher im Garten der Friedenskirche.

Evangelische Kirchengemeinde Starnberg

„Es war göttliche Fügung“

Die neuen evangelischen Pfarrer Dr. Anne Stempel-de Fallois und Johannes de Fallois sind gestern offiziell in ihre Ämter eingeführt worden. Etwa 100 Gläubige waren bei dem Gottesdienst dabei.

Starnberg – Von der Donau über den Lago Maggiore zum Starnberger See: Das ist die Reise, die das Pfarrerspaar Dr. Anne Stempel-de Fallois (53) und Johannes de Fallois (56) zurückgelegt hat. Am Kirchweihsonntag feierten Starnbergs und Söckings neue evangelische Pfarrer bei sonnigen neun Grad ihren Einstand in die Kirchengemeinde. Bei einem Gottesdienst im Garten der Friedenskirche führte der Weilheimer Dekan Jörg Hammerbacher gemeinsam mit etwa 100 Gläubigen die beiden ein.

„Wir haben lange auf die neuen Pfarrleute gewartet“, sagte Pfarrer Dr. Stefan Koch und klang dabei sehr erleichtert. Denn seit dem Weggang von Pfarrerin Birgit Reichenbacher waren zwei von drei Pfarrstellen in Starnberg und Söcking unbesetzt. Dadurch hatte Koch alle Hände voll zu tun, um die zusätzlichen Arbeiten und Aufgaben aufzufangen. „Wir haben fast nicht mehr auf Unterstützung gehofft“, sagte Barbara Simons Haasen aus dem Kirchenvorstand. „Die dritte Pfarrstelle stand seit Jahren leer, für die zweite hatte sich auch niemand beworben. Aber dann wollten kurz vor Ablauf der Frist die de Fallois gleich beide Stellen besetzen. Das war eine göttliche Fügung.“

Anne Stempel-de Fallois besuchte das Gymnasium in Bochum, wo sie anschließend sechs Jahre lang Theologie studierte. Ihr Mann Johannes de Fallois wuchs in Kulmbach auf und studierte in Erlangen. Die gemeinsame Tätigkeit in Bamberg führte die beiden zusammen. Knapp 20 Jahre wirkte das Ehepaar in Neuburg an der Donau, dann zog es vor drei Jahren nach Mailand. „Wir haben neue Herausforderungen gesucht“, sagte Anne Stempel-de Fallois. Da schien die Auslandspfarrstelle gerade richtig – ursprünglich auf sechs Jahre angesetzt. „Wegen Corona mussten wir abbrechen und sind nach Deutschland zurückgekommen“, sagte sie.

Sie freut sich auf ihre neue Kirchengemeinde, auf das Schwimmen im See und die Musik: Klavier, Gitarre und Trompete spielt die Pfarrerin gern. Das stellte sie beim Einführungsgottesdienst gleich unter Beweis. Sie begleitete die Kirchenmusiker mit der Trompete, ihr Mann mit der Posaune. Vier Lieder sangen die Gläubigen, bevor Dekan Hammerbacher gemeinsam mit den Freunden der neuen Pfarrer diese segnete. „Pfarrer sind dazu da, um eine lebensfrohe Botschaft in die Welt zu bringen“, gab er den beiden mit auf den Weg.

Das haben sie auch fest vor. „Ich werde mich um die Kinder- und Jugendarbeit kümmern“, sagte Johannes de Fallois. Er will Kindergartenkinder und Konfirmanden betreuen, Unterricht in beiden Starnberger Grundschulen halten und für alle Sorgen und Nöte der Jugendlichen offen sein. Seine Frau wird neben dem Religionsunterricht an der Grundschule in Söcking „von der Wiege bis zur Bahre“ alles machen. „Ich möchte meine sonnige Einstellung behalten“, sagte sie.

Die 13-jährige Elina Lindstaedt freut sich auf die neuen Pfarrer. Sie ist Konfirmandin und wünscht sich vor allem Aktionen für Jugendliche. „Die Pfarrer sind bis jetzt sehr nett zu uns gewesen, auch im Konfirmandenunterricht“, sagte sie. Nach dem Gottesdienst standen kleine Sektflaschen und Wasser für einen Umtrunk bereit.

Vanessa Lange

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