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Essstörungen: "An den Schulen wird oft weggeschaut"

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Weilheim - Einen Gesprächskreis für Eltern essgestörter Kinder hat die Weilheimerin Gabriele Degele (49) gegründet. Nun will sie ihren Kampf gegen Essstörungen auf Schulen ausweiten. Ihrer Meinung nach wird dort zu wenig für die Prävention getan.

„An den Schulen wird oft weggeschaut“, sagt Gabriele Degele. „Dabei ist eine Essstörung eine Sucht wie jede andere und benötigt Prävention.“ Kürzlich habe sie von einem Mädchen gehört, das mit 37 Kilo ihr Abitur schrieb. „Das wurde einfach toleriert“, so Degele. Für Lehrer sei der Umgang mit essgestörten Schülern eine „Gratwanderung“, weiß die Mutter, „sie trauen sich nichts zu sagen, deshalb wird das Thema unter den Tisch gekehrt.“

Degele will den Schulen deshalb Unterstützung anbieten: Sie möchte Infoabende organisieren und hat daher schon viele Schulen im Landkreis angeschrieben. Dies Resonanz sei bisher mager, sagt sie.

Dass vielen Menschen das Thema unter den Nägeln brennt, weiß die 49-Jährige: Für den Gesprächskreis, den sie an der „Schön“-Klinik in Berg am Starnberger See ins Leben rief, bekommt sie Anfragen aus ganz Bayern. „Vielen ist der Weg zu uns zu weit“, sagt sie. Deshalb will sie auch an den „Schön“-Kliniken in Prien am Chiemsee und in Bad Staffelstein Gruppen initiieren.

Weitere Infos

gibt es unter www.egk-essstoerung.de oder bei Gabriele Degele unter 0171/7000890 .

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