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Übung macht den Meister: Fahrsicherheitstrainings beim ADAC frischen auf, was bei den Platzübungen im Rahmen der Fahrschule vermittelt wird – die Kontrolle über die Maschine zu behalten.

Motorradführerschein

Fahrschulen schöpfen wieder Hoffnung

Die Fahrlehrer im Landkreis blicken wieder optimistisch in die Zukunft. Dank mehrerer Ausweichmöglichkeiten – vor allem in Starnberg selbst – ist die Ausbildung der Motorradschüler fürs Erste gesichert.

Starnberg – Die alte Heimat auf dem Parkplatz der General Fellgiebel Kaserne in Maising ist ja bekanntlich tabu. Wie berichtet, war die Nutzungserlaubnis für den Bundeswehrparkplatz schon seit Längerem ausgelaufen, die Fahrschulen waren zuletzt nur noch geduldet. Nach dem Verbot in der Gemeinde Pöcking sind die Fahrlehrer nun unter anderem auf das Gewerbegebiet in Rothenfeld ausgewichen sowie auf Flächen im Gebiet der Stadt Starnberg.

Die Gemeinde Andechs hatte zunächst moniert, dass am „Dachbogen“ geübt wird, mittlerweile duldet sie die Motorräder aber. Denn anders als zunächst vermutet, ist die Motorradausbildung auf öffentlichen Verkehrflächen erlaubt, so lange niemand behindert wird. Der Kreisvorsitzende der Fahrlehrer, Thomas Schubert, hat das Andechser Rathaus zwischenzeitlich auf die in Bayern geltende Ausnahmegenehmigung hingewiesen. Jetzt ist alles gut: „Irgendwo müssen sie ja auch üben“, zeigt Geschäftsstellenleiter Maximilian Pänzinger Verständnis für die Nöte der Fahrlehrer. Eine weitere Verkehrsfläche, die die Fahrschulen mittlerweile ansteuern, ist laut Schubert die Straße zur Bundeswehrschießanlage in Landstetten (Stadt Starnberg). Dort hält sich der Straßenverkehr ebenfalls sehr in Grenzen.

Dennoch werden für das kommende Frühjahr noch weitere Straßen oder Plätze für die Motorräder gesucht, damit die Lizenz der Schulen im Landkreis für die Ausbildung nicht wackelt. Wie berichtet, hatte das Landratsamt von den Fahrschulen Vorschläge angemahnt und Hilfe bei der Moderation in Aussicht gestellt. Im November wollen sich die Fahrlehrer laut Schubert an einen Tisch setzen und die Möglichkeiten ausloten. Er selbst hat schon ein paar Vorschläge parat; zum Beispiel eine Fläche an der Autobahn 95 in Oberdill: „Dort ist bei der Straßenmeisterei eine unbefahrene Straße, da darf momentan nur die Polizei hin“, weiß er. „Wir bräuchen ein Zusatzschild ,Fahrschulen erlaubt’.“

Letztlich dürfte nach Meinung des Fahrlehrers aber auch Oberdill nur eine Notlösung sein, weil die Straße zu schmal ist. Gerade für Fahranfänger werde es da schwierig, weiß Schubert, der die ganz große Lösung im Blick hat: „Wir brauchen einen Platz!“, sagt er. Eine geeignete Fläche dafür hat der Kreisvorsitzende der Fahrlehrer ebenfalls schon im Auge. Sie liegt nahe der Kreisstadt, mehr verrät Schubert noch nicht. In den nächsten Wochen will er zunächst mit dem Grundstückseigentümer sprechen. Gibt der sein Okay, müssten die Fahrschulen 50 0000 bis 60 000 Euro auftreiben. So viel würde die Asphaltierung kosten.     jvr

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