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Übung macht den Meister: Fahrsicherheitstrainings beim ADAC frischen auf, was bei den Platzübungen im Rahmen der Fahrschule vermittelt wird – die Kontrolle über die Maschine zu behalten.

Starnberg Maising

Fahrschulen im Landkreis schlagen Alarm

Die Fahrschulen im Landkreis Starnberg stehen vor einem massiven Problem. Sie brauchen schnellstmöglich eine neue Fläche, auf der sie mit ihren Motorradschülern üben können, sonst droht der Lizenzentzug.

Landkreis/Maising - Die alte Heimat ist seit vergangener Woche endgültig tabu: Der Chef der General Fellgiebel Kaserne, Oberstleutnant Renée Völkel, hat den Fahrschulen die Nutzung des Bundeswehr-Parkplatzes in Maising untersagt. „Das steht ihm zu, aber es ist unfair“, sagt Thomas Schubert mit Blick auf die Nutzungserlaubnis, die längst ausgelaufen ist. Bis zuletzt sei man aber „geduldet“ worden, meint der Starnberger Fahrschulbesitzer und Kreisvorsitzende der Bayerischen Fahrlehrer.

Seit 25 Jahren sei der Parkplatz für die Zweiradausbildung genutzt worden, und zuletzt gab es laut Schubert mit der Bundeswehrverwaltung in Fürstenfeldbruck auch noch Gespräche für einen neuen Vertrag. Damit ist nach dem Machtwort des Kasernenchefs jetzt offensichtlich Schluss. Einer der Gründe könnten sicher auch die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Kasernengelände sein. Neben einem Campus und mehreren Mannschaftsunterkünften ist unter anderem auch eine deutliche Erweiterung der Parkplatzkapazitäten geplant (wir berichteten). „Die Folgen dieser Aktion könnten langfristig für die Fahrschulen und auch für den ganzen Landkreis verheerend sein“, warnt Schubert. „Falls sich bis zur nächsten Saison keine langfristige Ausweichmöglichkeit findet, könnte dem Landkreis die Genehmigung zur Zweiradausbildung (Klassen A, A1, A2, AM) entzogen werden“, meint er. In ihrer Not appellieren die Fahrlehrer nun vor allem an den Landkreis und verweisen auf ein Schreiben des bayerischen Innenministeriums, das laut Schubert vor einigen Wochen Stadt und Landratsamt um Mithilfe gebeten hat. Kreissprecher Stefan Diebl hatte gestern jedoch keine Informationen über einen aktuellen Brief aus dem Innenministerium.

Er erklärte aber, dass die Kreisbehörde natürlich die Notwendigkeit für einen Platz sehe, offen für Gespräche sei und ihre Hilfe anbiete. Die Fahrschulen müssten nur mit Ideen auf den Kreis zukommen. Damit haben sie sich offensichtlich zu lange Zeit gelassen. Denn dass der Parkplatz am Maxhof eines Tages nicht mehr zur Verfügung steht, hatte sich laut Diebl abgezeichnet. Das Thema sei bereits 2013/2014 auf der Agenda gestanden, erinnert sich der Sprecher.

Derzeit weichen einige Fahrschulen auf das Gewerbegebiet in Rothenfeld aus. Doch auch dort könnte sie demnächst ein Platzverbot ereilen: Der zuständigen Gemeinde Andechs war bis gestern noch gar nicht bekannt, dass „Am Dachsbogen“ Slalomfahren und Gefahrenbremsungen mit dem Motorrad geübt werden. „Das ist eine Straße, das geht doch nicht, dass da jeder seine Hütchen aufstellt“, erklärte Rathausgeschäftsleiter Maximilian Pänzinger erstaunt. Neuer Ärger droht.   jvr

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