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Diesseits und jenseits der Schranke: Stadtverwaltung und Stadtrat wollen die Parkplatzsituation auf der Seepromenade vor dem Undosa entspannen – und Parkverstöße künftig konsequent ahnden.

Stadt will jetzt durchgreifen

284 Fahrzeuge in drei Monaten: Ärger über Falschparker am Undosa

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Starnberg - Starnbergs Stadträten reicht’s. Einstimmig haben sie am Montagabend der Verwaltung grünes Licht gegeben, um gegen Falschparker am Undosa vorzugehen.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. 90 Falschparker im Juni, 113 im Juli, 81 im August. Macht unterm Strich 284 Fahrzeuge, die in den Sommermonaten am Undosa im absoluten Halteverbot standen. So hat es zumindest die kommunale Verkehrsüberwachung gezählt. Ein Zustand, den Verwaltung und Stadtrat nicht länger hinnehmen wollen. Nicht nur CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber sprach im Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend von einem „pausenlosen Ärgernis seit 20 Jahren“.

Dabei ist die Situation relativ vertrackt, was unter anderem mit der Schranke auf der Seepromenade zusammenhängt. Vor der Schranke sind 13 Stellplätze für das Undosa reserviert, dahinter nochmals fünf für den Wirt und seine Ehefrau, für den Inhaber des Undosa, für Lieferverkehr und die Wohnung im nördlichen Gebäudeteil. Das geht aus einem 18 Jahre alten Vertrag mit der Stadt hervor.

Allein schon die Auflistung zeigt, dass unterm Strich mehr als fünf Fahrzeuge eine Durchfahrtsberechtigung für die fünf Plätze jenseits der Schranke haben. Bürgermeisterin Eva John geht von „vielleicht 20 Berechtigten“ aus. Dazu kamen bislang noch die einen oder anderen (Stamm)-Gäste, die sich – vorsichtig ausgedrückt – nicht so ganz an die Straßenverkehrsordnung gehalten haben und ihre Autos einfach dort hinstellten, wo noch Platz war.. „Es ist ja hanebüchen, was sich da stellenweise abspielt“, bewertete Jägerhuber die Situation.

Nun also will die Verwaltung durchgreifen. Jenseits der Schranke sollen die fünf Plätze eindeutig markiert werden – ebenso die Feuerwehrzufahrt und Rettungswege. Darüber hinaus soll die Schranke künftig nur noch über die mit dem Undosa verbundene Telefonanlage gesteuert werden. Bis vor kurzem war es nämlich problemlos möglich, mit einem handelsüblichen Dreikant-Schlüssel aus dem Baumarkt die Schranke zu betätigen. Schließlich sollen Parker ohne Berechtigung – und Lieferwagen ohne erkennbare Liefertätigkeit – konsequent geahndet werden.

Die Schranke durch eine feste Absperrung zu ersetzen, sei übrigens nicht möglich, sagte Bürgermeisterin John und verwies auf den Vertrag von 1998. Ob die neuen Regeln ausreichen, das Park-Chaos rund ums Undosa in den Griff zu kriegen? John erwartet sich „eine gewisse Wirksamkeit“, ließ am Montag aber bereits durchblicken: „Wenn nicht, müssen wir weiterschauen.“

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