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Ein Augenzeuge hat auf der Münchner Straße die Szene fotografiert: Eine Gruppe junger Männer hat Oliver Burger mitten auf der B 2 angehalten und zum Aussteigen gezwungen. Gegen sie ermittelt nun die Polizei. 

Am Autobahnende

Falsche Polizisten halten Auto an

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Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Oliver Burger ist am späten Samstagnachmittag in Starnberg in eine Situation geraten, die er noch immer als „verrückt“ bezeichnet, andere würden sie wohl eher als brenzlig bezeichnen. Mittlerweile liegt die Angelegenheit bei der Polizei.

Starnberg – Gegen 17.30 Uhr war der 27 Jahre alte Journalist von München aus in seinem Honda Civic unterwegs nach Starnberg. „Ich bin auf der A 95 kurz vor der Abfahrt nach Starnberg fröhlich mit 80 auf der rechten Spur gefahren“, berichtet er. Im Bereich des Starnberger Dreiecks, wo sich die Fahrbahn auf eine Spur verengt, sei dann von hinten ein Auto angeschossen gekommen. „Es ist ziemlich dicht aufgefahren. Der Fahrer hat gedrängelt, gehupt und geschimpft“, erzählt er. Die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h – also genau Burgers Tempo.

Oliver Burger

Als auf der A 952 wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen, überholt der silberne Volkswagen aber nicht etwa, sondern bleibt hinter dem Honda – bis zur Einmündung B 2/Strandbadstraße. Dort setzt sich der Wagen wieder daneben, einer der Insassen hält aus dem Fenster eine Polizeikelle und signalisiert Burger, er solle anhalten.

„Die Ampel war rot, dann riss schon jemand meine Fahrertür auf und zog den Zündschlüssel ab“, berichtet Burger. Der 27-Jährige soll aussteigen, sieht sich plötzlich mitten auf der Münchner Straße vier bis fünf jungen Männern gegenüber. „Sie sagten, sie seien Zivilpolizisten einer Sondereinheit.“ Einer nimmt ihn in den Polizeigriff, stellt ihn ans Auto und tastet ihn ab, ein anderer durchsucht derweil Burgers Sachen und die Geldbörse.

Die Gruppe beleidigt den 27-Jährigen, fragt noch höhnisch, ob er getrunken oder Drogen genommen habe – und steigt dann ein und braust davon. Auch Burger fährt weiter – zu Verwandten nach Tutzing. Am Tag darauf erstattet er Anzeige bei der Starnberger Polizei. Die ermittelt nun wegen Amtsanmaßung, wie Polizeichef Bernd Matuschek dem Starnberger Merkur bestätigte. Denn von einer Zivilstreife der Polizei waren die Burschen am Samstag so weit entfernt wie Starnberg vom Mond. Über Facebook sucht Burger Zeugen – und tatsächlich gibt es jemanden, der die Szene sogar fotografiert hat. Mithilfe des Bildes hofft der 27-Jährige nun, die Gruppe identifizieren zu können. Immerhin: Gestohlen wurde ihm nichts.

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