Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Mit diesem Foto von Schul- und Ferdinand-Maria-Straße verdeutlicht Rektorin Carina Rescher die Problematik. In ihrem Elternbrief schreibt sie dazu: „Damit Sie eine Vorstellung von der Situation vor Ort bekommen, habe ich ein Foto beigefügt, auf dem man die Situation z.B. zu Schulschluss (...) sieht. Hier stehen alle Autos im Parkverbot!“

Schulwegsicherheit

Falschparker an Grundschulen: Rektorin appelliert an Eltern

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430 Starnberger Grundschüler haben Ende der Woche einen Brief von Rektorin Carina Rescher mit nach Hause gebrachte. Darin appelliert die Pädagogin an die Eltern, beim Bringen und Holen der Kinder mehr Vorsicht walten zu lassen.

Starnberg – Ein gutes Dutzend Autos ist auf dem Bild zu sehen – hintereinander, nebeneinander, auf schraffierten Flächen, quer zur Fahrbahn. Was ausschaut wie der verzweifelte Versuch von Autofahrern, an einer gefährlichen Engstelle vorbeizukommen, ist an der Grundschule an der Ferdinand-Maria-Straße in Starnberg Alltag. Und: „Es wird immer schlimmer“, sagt Rektorin Carina Rescher. Sie hat das Foto anfertigen lassen und damit den Elternbrief garniert, den sie am Mittwoch und Donnerstag den 430 Kindern in die Hausaufgabenmappe mitgegeben hat.

In dem Brief an die „lieben Eltern“ findet sie deutliche Worte: „Sie alle wissen, dass es für die Gesundheit und die Umwelt, für das Sozialverhalten und die Konzentrationsfähigkeit wichtig ist, Ihre Kinder morgens zu Fuß in die Schule gehen zu lassen anstatt sie mit dem Auto zu fahren. (...) Natürlich weiß ich auch, dass dieser Fußmarsch nicht immer möglich ist. Sehr oft stellt der dadurch entstehende Autoverkehr vor unseren beiden Schulhäusern aber leider ein hohes Sicherheitsrisiko für das Leben und die Gesundheit unserer Kinder dar. Vor allem in den letzten Monaten hat sich diese Situation dermaßen verschlimmert, dass auch die Schulweghelfer teilweise nicht mehr wissen, wie sie die Kinder sich über die Straße bringen sollen“, schreibt die Rektorin.

Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur berichtet Carina Rescher sogar von Pöbeleien, die sich die Schulweghelfer von einigen Eltern der Schlossbergschule hätten anhören müssen. „Dort gibt es Eltern, die nicht bis zum Parkplatz am Finanzamt fahren und dort wenden, sondern vorher umständlich rangieren und teils auf dem Gehweg wieder zurückfahren“, erzählt sie. In ihrem Brief appelliert die Rektorin nun, zumindest einige Regeln einzuhalten. Für die Schlossbergschule heißt das: „Rangieren Sie nicht vor dem Schulhaus, sondern nutzen Sie, wenn unbedingt nötig, dazu die Wendeschleife am Finanzamt! Halten Sie bitte nicht im Halteverbot und nicht auf dem Gehweg (Schulweg) oder vor dem Schultor!“

Für die Schule an der Ferdinand-Maria-Straße äußert Rescher diesen Appell: „Lassen Sie Ihre Kinder nicht direkt vor der Schule aussteigen bzw. holen Sie sie nicht direkt vor dem Schulhaus ab, sondern z.B. am Bahnhof Nord! Halten Sie bitte nicht im Halteverbot und nicht auf dem Gehweg (Schulweg)!“ Vom Bahnhof Nord bis zur Grundschule seien Busbegleiter im Einsatz, die den Kindern auf dem Schulweg helfen würden, sagt Rescher, die Kollegium und Elternbeirat hinter sich weiß.

Auch im Rathaus sind Brief und Problematik bekannt. Derzeit würde an beiden Schulstandorten in Starnberg sowie in Percha nach geeigneten Flächen für Hol- und Bringzonen gesucht, sagt Bürgermeisterin Eva John und verweist auf die Andechser Straße in Söcking, wo es eine solche Zone bereits gibt. Generell hofft sie auf Einsicht der Eltern – „auch wenn es ein dickes Brett ist, das man da bohren muss“.

Auch Carina Rescher hofft auf diese Einsicht und darauf, dass Eltern die Kinder schützen und „auch wieder ihrer Rolle als verantwortungsvolle Vorbilder gerecht“ werden, wie sie schreibt. Ansonsten bleibe ihr nichts anderes übrig, als Polizei und Kommunale Verkehrsüberwachung um verstärkte Kontrollen zu bitten. Die derzeitige Situation jedenfalls sei schlicht „eine Katastrophe“, sagt die Rektorin.

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