Das B2-Tunnel-Projekt im Detail (für große Ansicht bitte rechts oben klicken).

Behörde veröffentlicht Katalog

Fast 100 Antworten zum B2-Tunnel

Fast 100 Fragen von Bürgern zum B 2-Tunnel beantwortet das Staatliche Bauamt Weilheim in einem mehrseitigen Papier, das  im Internet nachzulesen ist. Um was geht es dabei?

Starnberg – Aufgeteilt in neun Bereiche, beantworten Experten des Staatlichen Bauamts Weilheim fast 100 Fragen von Bürgern zum B 2-Tunnel, den Bauarbeiten und damit zusammenhängenden Projekten. Sie stammen aus den Informationsveranstaltungen Ende November oder kamen über die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse tunnelstarnberg@stbawm.bayern.de zu der Behörde. Die Themenbereiche sind Projekt, Nordzulauf, Bauablauf/ Baustellen/Logistik, Technik, Boden/Wasser, Verkehr, Sicherheit, Stadt Starnberg und Kommunikation. Weitere Fragen werden in die Liste eingearbeitet, die ab diesem Jahr einmal wöchentlich aktualisiert werden soll, erklärt Projektsteuerer Dominik Spitzenberger. Neuere Antworten werden dabei besonders gekennzeichnet. Die Behörde betont, dass alle Fragen zum Tunnel-Projekt, die das Staatliche Bauamt erreichen, auch aufgenommen und beantwortet werden. Ausnahme: Der Datenschutz lässt es nicht zu.

Die Fragen selbst sind breit gefächert. Es geht um Vergaben oder um Baustellen. Etwa, ob sich Tunnelbau und Einheimischenmodell Am Wiesengrund in die Quere kommen. Antwort: Der Wiesengrund ist ein städtisches Projekt, „mögliche gegenseitige Einflüsse werden im Rahmen von Arbeitsgruppen geklärt“. Es geht um Details wie die Steigung im Tunnel (4,5 Prozent), aber auch grundlegende Fragen wie „Wird die Funktion der B 2 als Bundesstraße in den Tunnel verlegt oder bleibt diese auf den oberirdischen Straßen erhalten?“ Antwort: „Die Funktion der B 2 als Bundesstraße wird in den Tunnel verlegt. Die oberirdische Straße wird somit zurückgestuft.“ Die Klage von Tunnelgegnern gegen den Bau (wir berichteten) ist Inhalt von Fragen, nicht aber von Antworten. Die Weilheimer Behörde vermerkt dazu: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Vorgängen, die ein laufendes bzw. angekündigtes Klageverfahren betreffen, nicht äußern.“

Viele Details zum Projekt

Die Antworten bergen viele interessante Fakten. So etwa, dass aus dem Tunnel, Haltebuchten und Notausstiegen insgesamt rund 338 000 Kubikmeter Material anfallen, von denen rund 100 000 auf der Hauptbaustellenfläche im Süden verbaut werden. Der Rest, so eine grobe Berechnung, muss bei 30 000 Lkw-Fahrten abgefahren werden – ausschließlich nach Süden. Details wird ein Gutachten erbringen, das derzeit in Arbeit ist. In der Hauptbohrzeit der Tunnelmaschine werden dort bis zu 25 Fahrten pro Stunde erwartet; weite zehn Lkw pro Stunde bringen nötiges Material.

Vor allem Anwohner der Trasse bewegen ganz andere Punkte. Ein Beispiel: Es bestehe die Sorge, dass durch Erschütterungen, verursacht durch die Tunnelbohrmaschine, ,das Geschirr aus dem Schrank‘ vibrieren würde. Antwort der Behörde: „Die Sorge ist unbegründet. Der Vortrieb der Tunnelvortriebsmaschine löst keine merklichen Vibrationen aus. Gegenstände werden hierdurch nicht bewegt. Menschen nehmen die Vibrationen nicht wahr (Hunde und Katzen dagegen schon).“

Wer sich die Antworten genau durchlesen will: Das PDF-Dokument ist unter www.stbawm.bayern.de im Bereich Straßenbau, Projekte und dann B 2-Tunnel (nach unten scrollen) zu finden, dann ist es links in der Leiste der herunterladbaren Dateien zu sehen. Oder hier

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