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Feuerwehr sperrt Oßwaldstraße: Weniger Parkplätze ab Herbst

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Platz zum Rangieren hatten die Retter nur, weil sie die Oßwaldstraße sperrten. Die Enge durch Parkplätze soll bald vorbei sein.
Platz zum Rangieren hatten die Retter nur, weil sie die Oßwaldstraße sperrten. Die Enge durch Parkplätze soll bald vorbei sein. © Feuerwehr

Bei einem Feueralarm im Klinikum Starnberg - zum Glück ein Fehlalarm - zeigt sich diese Woche wieder das Problem der Oßwaldstraße. Sie ist zu eng. Deswegen fallen wie beschlossen Parkplätze weg, und zwar ab September oder Oktober.

Starnberg – Mehrere Feuerwehren und der Rettungsdienst rückten am Mittwochnachmittag zum Klinikum Starnberg aus – die automatische Brandmeldeanlage hatte Alarm geschlagen. Einen Brand gab es glücklicherweise nicht, der Sensor hatte laut Starnbergs Kommandant Markus Grasl ohne erkennbare Ursache einen Fehlalarm produziert. Im Einsatz waren die Wehren aus Starnberg und Söcking. Was den Einsatzkräften einmal mehr zu schaffen machte, war die Verkehrssituation auf der Oßwaldstraße. Das Problem besteht seit Jahren und sollte mit einem Beschluss des Verkehrsausschusses des Stadtrates im Januar dieses Jahres eigentlich gelöst werden.

Das Gremium hatte einstimmig entschieden, mehr als 30 Parkplatz entlang der Oßwaldstraße zu streichen und so Aufstellflächen für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge zu schaffen. Feuerwehr und Rettungsdienst hatten angeführt, dass durch die geparkten Fahrzeuge faktisch nur noch eine Spur frei bleibt, auf der dann die Einsatzfahrzeuge stehen müssen – damit ist die Oßwaldstraße blockiert, nicht nur für Autofahrer, sondern auch für die Linienbusse. Und: Sollte es tatsächlich einmal einen Notfall im Klinikum geben und eine Evakuierung erforderlich werden, würden viele Rettungswagen anrücken – für die dann auch kein Platz wäre. Deswegen sollten die mehr als 30 Stellplätze wegfallen. Einen generellen Parkplatzmangel hatte der Ausschuss im Januar nicht erkannt und deswegen dafür gestimmt.

Dass die Maßnahme nicht von heute auf morgen umsetzbar sein würde, war seinerzeit schon absehbar. Nach Angaben von Rathaussprecherin Lena Choi gab es auch Verzögerungen durch das bekannte Problem einzelner Abteilungen der Stadtverwaltung – Arbeitsüberlastung. Nachdem Brandschutzfragen geklärt seien, soll die Änderung der Parkmöglichkeiten nun im September oder Oktober dieses Jahres umgesetzt werden. Der Betriebshof wird die Umsetzung dann übernehmen.

Am Mittwoch sperrte die Feuerwehr die Straße kurzerhand, was Personal bindet. Bei einem Ernstfall wird das woanders gebraucht.

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