Hubschrauber sucht nach bewaffnetem Mann - eindringliche Warnung der Polizei

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Ehrungen bei der Starnberger Feuerwehr: vorne von links Eva John, Vorstand Thomas Pleyer und rechts Kommandant Markus Grasl, in der zweiten Reihe von links Sven Wiedon, Michael Aulehner, Laurin Dreher und Regina Senft und in der dritten Reihe Arno Kaspar, Norbert Impelmann, Kreisbrandinspektor Helmut Schweickart, Kreisbrandrat Peter Bauch und Kreisbrandmeister Maximilian Wastian. 

Jahresbilanz 

Der Feuerwehr Starnberg fehlen die Aktiven - Beim neuen Gerätehaus „auf bestem Wege“

Die Freiwillige Feuerwehr Starnberg hat weiter zu wenige aktive Ehrenamtliche, wie Kommandant Markus Grasl bei der Jahreshauptversammlung berichtete. Die Einsatzzahl ist hingegen deutlich gesunken, Brandmeldeanlagen bleiben ein Problem.

Starnberg– Die Zahl ist auf den ersten Blick hoch: Die Feuerwehr Starnberg zählt derzeit 71 aktive Mitglieder, darunter acht Frauen. Nach den Berechnungen von Kommandant Markus Grasl reicht das aber hinten und vorne nicht. „Zwei Drittel sind in der Regel nicht da“, sagte er bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend, weswegen man immer das Dreifache der geforderten Anzahl braucht – und das wären für Starnberg 123, ohne B 2-Tunnel und Gewerbegebiet Schorn. Auch wenn es erfreuliche Aspekte gebe wie eine leicht steigende Zahl an Atemschutzträgern, zufrieden ist Grasl nicht; es fehlen 67 Aktive. Bei der Frage eines neuen Gerätehauses könnte sich aber etwas tun.

In Anwesenheit von mehr als einem Dutzend Stadträten, Bürgermeisterin Eva John, Kreisbrandrat Peter Bauch und weiteren Vertretern der Kreisbrandinspektion konnte Grals einen deutlichen Rückgang der Einsätze vermelden: 2019 waren es 293, 114 weniger als 2018. 132 fielen in den Bereich „Brand“, darunter allein 87 Brandmeldeanlagen – in der Regel Fehlalarme. Auch diese Zahl ist gesunken, aber „da ist Zufall mit dabei“. Grasl forderte erneut, gegen die vielen Fehlalarme etwas zu unternehmen. 14-mal beispielsweise sei man nach Percha zum Malteserstift ausgerückt, in der Summe 17-mal seit der Eröffnung im August 2018 zum Seebad. „Da stimmt was nicht“, sagte der Kommandant. 141 Einsätze waren technische Hilfeleistungen wie Verkehrsunfälle, Türöffnungen oder Unwettereinsätze.

Weniger Einsätze als im vergangenen Jahr

Der Rückgang der Einsatzzahl hat Grasl zufolge auch damit zu tun, dass die Wehr sich auf ihre Kernaufgaben beschränkt und freiwillige Tätigkeiten ablehnt. „Die Weihnachtsbeleuchtung machen wir natürlich schon“, aber andere Aufgaben, die auch Firmen übernehmen können, dürfe die Wehr nicht ausführen. Dazu gehöre auch das Schneeräumen auf privaten, aber auch öffentlichen Dächern, wie vor einem Jahr. „Es bestand kein objektiver Notstand“, begründet Grasl. Er hoffe auf ein Schneeräumkonzept der Stadt.

Grasl streifte auch das Thema Tunnel. Den Abluftkamin auf dem Schlossberg hält er als Teil der Entrauchung für unverzichtbar, und die Brücke über die Maisinger Schlucht zur Anfahrt der Feuerwehr Söcking zum Südportal auch. An dem Neubau gibt es erhebliche Zweifel rechtlicher Art. Grasl warnte: Sollte es die Brücke nicht geben, müsste die Starnberger Wehr zum Südportal fahren, was wiederum noch mehr Kräfte, unter Umständen hauptamtliche, erfordere.

Grasl hat Aufgaben in der Wehr auf seine beiden Stellvertreter Maximilian Maenner und Andreas Kraus sowie auf viele seiner Aktiven verteilt. Mehr als zwei Stunden dauerten die Berichte über Fragen wie die Einführung einer Feuerwehr-App für die Aktiven oder die Bilanz des Tages der offenen Tür. Zwar zählte die Wehr rund 1000 Besucher, Personal gewonnen habe sie nicht. Vorstand Thomas Pleyer erinnerte an die Aktivitäten des Vereins. Der plant übrigens schon für die Zukunft – in zwei Jahren wird die Wehr 160 Jahre alt.

Gerätehaus: Konzept für Flächen diese Woche

Wie die Starnberger, aber auch die Ortswehren in Zukunft aufgestellt werden müssen, wird der Feuerwehrbedarfsplan zeigen. Der sei in Arbeit, erklärte Bürgermeisterin Eva John; Ende des Jahres erwarte man Ergebnisse. Bei der Frage eines neuen Gerätehauses, nach Grasls Vorstellung mit dem Rettungsdienst, deutete John Fortschritte an. Wunschstandort ist das Gewerbegebiet, man sei „auf bestem Wege“, sagte die Bürgermeisterin. Diese Woche soll ein neues Konzept für Flächen dort vorgestellt werden.

Kreisbrandrat Peter Bauch zeigte sich von den Berichten „sehr beeindruckt“ und erinnerte an den Alarm des Jahres 2019, über den bei jeder Versammlung geredet wird: den Atom-Alarm von Berg. Eine simple LED-Leuchte hatte den ausgelöst. Bauch zufolge habe sich aber gezeigt, dass Alarmierung und Ablauf funktionierten.

Norbert Impelmann, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes, wurde von der Wehr geehrt, weil er sie stets unterstützt. Silberne Zivilabzeichen bekommen Thomas Beigel, Winfried Reithmeier und Robert Scholler. Geehrt wurden Laurin Dreher (10 Jahre Verein), Josef Huber (30 Jahre), Michael Aulehner (40 Jahre) sowie Bernhard Höppner und Albert Panke (50 Jahre) und Arno Kasper (60 Jahre). Regina Senft wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert, Sven Wideon zum Oberfeuerwehrmann.

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