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Löschen und retten an der A 95 gehört zu den Hauptaufgaben der Wangener Feuerwehrleute. Etwa die Hälfte der Einsätze entfällt auf die Autobahnen – wie Pkw-Brände (im April 2016 bei Oberdill).

Krisensitzung in den kommenden Wochen

Feuerwehr Wangen hat ein brennendes Personalproblem

Wangen – Die Freiwillige Feuerwehr Wangen steht weiter ohne Führung da.

Da die Position des 1. Vorstands nach dem Rücktritt von Josef Kirmayr immer noch nicht besetzt ist und Kommandant Florian Feuerlein erkrankt war, musste der 2. Kommandant Franz Pentenrieder jun. die Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle leiten. Die Personalsorgen sind Thema einer Krisensitzung in den kommenden Wochen. Der in Fercha wohnende Stadtrat Winfried Wobbe lobte die erfolgreiche Jugendarbeit und empfahl für die Vorstandsbesetzung im Sinne einer Aufgabenteilung eine Doppelspitze mit 1. und 2. Vorstand neben dem Kommandanten.

Auch ohne Vorstand lief die Jahresversammlung reibungslos. Franz Pentenrieder jun. berichtete von Ortsbegehung und Bürgerversammlung in Wangen zur Standortsuche für ein neues Feuerwehrgerätehaus und insbesondere von den 29 Einsätzen des vergangenen Jahres. Unter den fünf Brandeinsätzen waren zwei Fahrzeugbrände auf der Autobahn und ein Reisig-Feuer in Wildmoos. Elf von 15 technischen Hilfeleistungen betrafen zum Teil schwere Unfälle auf den Autobahnen A 95 und A 952 mit Fahrzeug- und Personenbergungen, Absicherungen und einer Hubschrauberlandung sowie Aufräumarbeiten. Ohne einige Fehlalarme, ausgelöst von Brandmeldern in der MIS Buchhof und bei Brenner-Verpackung in Schorn, ging es auch dieses Jahr nicht ab. Zu den bei den 29 Einsätzen angefallenen 168 Stunden wurden in 14 Übungen weitere 384 Stunden geleistet, so dass die Summe der Einsatzstunden der ehrenamtlichen Wehrmitglieder gegenüber dem Vorjahr um fast 30 Prozent gestiegen ist. Feuerwehrmann des Jahres 2016 wurde der aus der sehr rührigen Jugendriege hervorgegangene Robert Eckert.

Die Starnberger Bürgermeisterin Eva John drückte der Wangener Wehr den Dank der Stadtverwaltung und des Stadtrates für ihren Einsatz und die geopferte Freizeit aus und vermeldete, dass die Untersuchungen zur Standortwahl für das Gerätehaus laufen. Der Ortsteilreferent im Stadtrat, Gerd Weger, drückte seine Hoffnung aus, dass mit dem neuen Vorstand wieder ein erfahrener, kompetenter Ansprechpartner für die Dorfgemeinschaft Wangen und die Stadt Starnberg gefunden wird und erinnerte an den Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.  abr

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