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Engere Partnerschaft: Feuerwehrreferent Franz Heidinger (2.v.l.), Kommandant Markus Grasl (4.v.l.) und Leutnant Christoph Hervé (6.v.l.) besiegelten in Dinard die intensivere Zusammenarbeit.

Partnerschaft Starnberg-Dinard

Feuerwehren rücken enger zusammen

Die Partnerschaft lebt: Feuerwehren aus dem Stadtgebiet und die Sapeurs Pompiers von Dinard wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Eine Starnberger Delegation schloss in der französischen Partnerstadt eine Vereinbarung, die auch den Austausch von Einsatzkräften vorsieht.

Starnberg/Dinard – Die Städtepartnerschaft zwischen Starnberg und dem bretonischen Dinard ist mehr als 40 Jahre alt, die Freundschaft der Feuerwehren zehn. Für die Feuerwehrler ein Grund, die Zusammenarbeit auf ein neues Fundament zu stellen. Eine Delegation aus Starnberg unterzeichnete dieser Tage eine Patenschaftsurkunde in Dinard, die auch den Austausch von Einsatzkräften vorsieht. Interessierte in beiden Städte gibt es bereits.

Gemeinsame Übung: „Hat denen wahnsinnig gut gefallen“

Feuerwehrreferent Franz Heidinger hatte die fünftägige Reise organisiert, die Gruppe kam am Dienstag spät abends zurück. Auf eine Initiative des früheren Feuerwehrreferenten Josef Huber und von Alain Baert hatten sich die Wehren aus beiden Städten seit 2009 immer enger angefreundet und ausgetauscht. Das anstehende Zehnjährige war Anlass, die Partnerschaft zu besiegeln. „Ein starkes Zeichen der Freundschaft“ sei es, heißt es im Text der Urkunde, man wolle bei regelmäßigen Besuchen den fachlichen Austausch fördern. Feuerwehrfrauen und -männern stehe auch die Möglichkeit offen, in der jeweiligen Partnerstadt am Einsatzdienst und an Wettbewerben teilzunehmen. Unterzeichnet ist die Urkunde von Starnbergs Kommandant Markus Grasl und Leutnant Christoph Hervé. In Zukunft werde die Partnerschaft wichtiger werden, denn „wir gehen voran“, sagte Christoph Hervé, in Dinard für die Feuerwehr-Partnerschaft verantwortlich.

Geübt hatten beide Wehren schon gemeinsam, so etwa 2011 in Starnberg. „Das hat denen wahnsinnig gut gefallen“, erinnert sich Grasl. Konkret geht es um mehrwöchige Praktika in der jeweils anderen Stadt. Bewerber gibt es bereits, sagt Grasl. Ein Dinarder hatte schon angefragt, ob er dann im Kommandantenwagen mitfahren kann. Zuvor müssen jedoch noch einige Dinge geklärt werden, darunter Versicherungsfragen und Räume im Gerätehaus.

16-köpfige Delegation in Dinard

Zur 16-köpfigen Delegation gehören neben Heidinger und Grasl auch Helmut Schweickart, Alfred Klinger und Wolfgang Götze von der Feuerwehr Leutstetten sowie Angelika Galata von den Freunden von Dinard, Huber und die beiden Gymnasiastinnen Hannah Houdek und Victoria Lehmann, die beide nicht in der Feuerwehr sind. Sie waren offiziell als Dolmetscherinnen dabei, sagt Heidinger. Zum Programm gehörten neben der feierlichen Unterzeichnung Besuche in einem Feuerwehrmuseum und einer Feuerwehrschule in Rennes oder ein Abstecher in die sehenswerte Stadt Dinan. Zudem nahmen die Starnberger an einer Auszeichnungsveranstaltung für junge Feuerwehrleute teil, die dort Helme als Zeichen der Aufnahme in die „große“ Wehr bekamen. „Sehr feierlich“, sagt Heidinger und für die Jugendlichen ein großer Augenblick.

Für Grasl, der in Starnberg federführender Kommandant ist und damit Koordinator aller Ortswehren, war die Fahrt höchst informativ. Denn: In Dinard ist der Brandschutz anders organisiert als in Bayern. Tagsüber sind drei Wachen mit je sieben hauptamtlichen Feuerwehrleuten besetzt; nachts übernehmen Ehrenamtliche, die jedoch in den Wachen anwesend sind. „Das steht uns auch bevor“, mutmaßt Grasl, denn Dinard habe ganz ähnliche Probleme wie Starnberg. Dazu gehören hohe Mieten und damit verbundener Wegzug, aber auch die Abwesenheit vieler Einsatzkräfte in den Tagesstunden. Grasl sieht bei steigenden Einsatzzahlen das rein ehrenamtliche Modell tagsüber auf Dauer für nicht ausreichend an.

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