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Der Spielplatz in Wangen bleibt weitgehend erhalten.

Feuerwehrhaus Wangen

Kleine Lösung mit Spielplatz

Das neue Feuerwehrhaus in Wangen soll in die Ortsmitte – und der Spielplatz soll bleiben können. Die Entscheidung war knapp.

WangenWie sehr die Wangener an der Gestaltung ihres Ortes, speziell der Dorfmitte interessiert sind, zeigten die fast 100 Besucher bei der Ortsteil-Bürgerversammlung am Mittwoch, bei der es um den Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses ging. Bürgermeisterin Eva John war mit Stadtbaumeister Stephan Weinl und Architekt Nicolai Baehr gekommen, um die Stimmung und mehrheitliche Meinung für die Entscheidung des Stadtrats einzuholen.

Architekt Baehr stellte für die beiden nach Voruntersuchungen in die engere Wahl gekommenen Standorte, den 1900 Quadratmeter großen Kinderspielplatz in der Dorfmitte am Maibaum und das 2500 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Gasthofs Holzeder, zwei Baukonzepte vor. Beim Holzeder-Areal ließen sich drei Einsatzfahrzeuge, die in fernerer Zukunft notwendig sein könnten, großzügigere Werkstatt-, Lager- und Mannschaftsräume mit einer Bediensteten-Wohnung und dazu ein zu vermietender oder zu veräußernder Wohntrakt unterbringen, mit dem man die Kosten für den Ankauf des Privatgrundstücks reduzieren könnte. Das Baukonzept für das der Stadt gehörende Grundstück in der Dorfmitte stellt eine „Minimallösung“ dar mit zwei Garagen für Einsatzfahrzeuge mit den nötigsten Räumen für Werkstatt, Lager, Umkleide, Dusche und Büro, Aufenthaltsraum, Teeküche und Toiletten. Nur so bleibe bei den notwendigen Parkplätzen und Einfahrten genügend Areal übrig, um einen Spielplatz in einer noch akzeptablen Größe aufrechtzuerhalten.

In der Diskussion erinnerten Anton Brunner und Winfried Wobbe an Stadtratsbeschlüsse und Zusagen der Stadt, 1997 zur Nutzung des Grundstücks als Kinderspielplatz und zentraler Veranstaltungsplatz der Dorfgemeinschaft und 2012 zur Errichtung einer Gedenkstätte zur 1000-jährigen Geschichte Wangens. Sie plädierten für die Freihaltung des zentralen Areals und halten die Bebauung für kontraproduktiv im Hinblick auf das Dorfentwicklungsprogramm zur Verschönerung der Dorfmitte. Zu der Frage von Franz Scherrer nach den fehlenden zukünftigen Erweiterungsmöglichkeiten bei der Minimallösung führte Kommandant Florian Feuerlein die dünne Personaldecke der Wangener Wehr mit den meist auswärts tätigen Aktiven an, die niemals Einsätze mit mehr als zwei Löschfahrzeugen fahren könne. Der Sorge vieler Mütter um Yvonne Schönrath und Silvia Scharl um den Spielplatz ihrer Kinder begegneten Thomas Pentenrieder und die Befürworter mit der Aussage, dass 700 Quadratmeter für den Spielplatz bleiben werden und dass eine Zusammenbindung etwa mit einer Nutzung der Toiletten durch Spielplatzbesucher möglich wäre. Thomas Friedinger und Franz Pentenrieder glauben, dass durch die gemeinsame Nutzung des Grundstücks die Gefahr einer Wohnbebauung oder einer Veräußerung des Grundstücks durch die Stadt gebannt werde. Der neue Vorstand der Wehr, Franz Georg Pentenrieder, zeigte ein Bild eines Feuerwehrhauses in bayerischem Stil und versicherte, sich für eine zu Wangen passende Außengestaltung einzusetzen.

Die Abstimmung über die Bebauung des zentralen Grundstücks mit einem Feuerwehrgerätehaus in der gezeigten kleinstmöglichen Ausführung und den Erhalt des Spielplatzes in größtmöglicher Form ergab 48 Ja- und 31 Nein-Stimmen. Die Bürgermeisterin nimmt dieses Ergebnis als Mehrheitsempfehlung der Wangener einschließlich der Wünsche der Spielplatzbesucher und an der Aktion Dorfverschönerung Mitwirkenden mit in den Stadtrat.  abr

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