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Neue Mitglieder im Vorstand (v.l.): Peter Wemhoff, Dr. Ingrid Kragenings und Rainer Rövenstrunck sind aus dem Vorstand des Fördervereins ausgeschieden. Heinrich Frey und Dr. Gerd Wernekke stehen nun Wernher Weigert und Albert Panke zur Seite.

Klinikum Starnberg

Förderverein verliert zu viele Mitglieder

Der Förderverein des Klinikums Starnberg verliert Mitglieder, obwohl er welche neue gewinnen wollte. Eine Werbeaktion soll helfen.

Starnberg – Der Förderverein „Freundeskreis des Klinikums Starnberg“ hat einen teilweise neuen Vorstand. Bei einer Mitgliederversammlung wurden Wernher Weigert als Geschäftsführer sowie Albert Panke und Barbara Huber (Beisitzer) neu in das Gremium gewählt. Sie folgen auf Peter Wemhoff (bisher Geschäftsführer), Rainer Rövenstrunck und Dr. Ingrid Kragenings. Einstimmig im Amt bestätgt wurden der Vorsitzende, Altlandrat Heinrich Frey, und als Stellvertreter Dr. Gerd Wernekke.

Frey war voll des Lobes für den langjährigen Geschäftsführer Wemhof: „Sie haben ihre Aufgabe vorbildlich erfüllt, die Kontakte sehr gut gehalten und waren immer in Sorge um das Wohlergehen des Krankenhauses.“ Peter Wemhoff (79) hielt zum Abschied eine flammende Rede in puncto Mitgliederwerbung. „Als ich im Jahr 2011 die Geschäftsführung übernahm, hatte ich die optimistische Hoffnung, es sei möglich, die Mitgliederzahl in unserem Förderverein auf mindestens 300 anzuheben“ – das Gegenteil war der Fall, die Mitgliederzahl sank. Aktuell habe der Verein nur noch 194 Mitglieder, vor eineinhalb Jahren seien es noch etwa 250 gewesen. Es sei dem Verein nicht gelungen, „der Bevölkerung des Landkreises deutlich zu machen, wie wichtig diese Klinik für die Gesundheitsversorgung ist und dass man für eine solche lebensnotwendige Einrichtung auch einmal etwas tun könnte und nicht einfach nur medizinische Höchstleistungen erwarten kann.“ Jeder könne seine Verbundenheit zum Klinikum mit einer Mitgliedschaft zeigen. Als Beitrag sind mindestens 25 Euro pro Jahr vorgesehen, es können mehr sein.

Seit Gründung 1,7 Millionen Euro Spenden

Gemäß der Richtlinien fördere der Verein Vorhaben des Krankenhauses, die weder durch die Kostenträger noch durch Fördermaßnahmen des Freistaats getragen werden, teilte der Vorstand mit. Rund 1,7 Millionen Euro sind an Spendengeldern seit Gründung im Jahr 1987 eingegangen. Angeschafft wurden unter anderem ein hochmoderner Wehenschreiber, ein Inkubator für die Neugeborenen-Intensivstation und ein mobiles Thoraxdrainage-Gerät. Gefördert werden Mitarbeiterfortbildungen oder die Ausstattung des klinikeigenen Besinnungsraums. Für dieses Jahr hat Heiner Kelbel, Geschäftsführer des Starnberger Klinikums und Neumitglied im Förderverein, eine Wunschliste ausgearbeitet. Daher werde sich der derzeitige Kassenstand des Vereins von rund 49 000 Euro bald wieder schmälern.

Schwerpunkt der nächsten Zeit wird die Mitgliedergewinnung. In der Bevölkerung sei das Bewusstsein zu schaffen, „dass es nicht selbstverständlich ist, ein Krankenhaus der Extragüte im Landkreis zu haben“, betonte Wernher Weigert. 

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