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Kommandanten der Starnberger Feuerwehr: Markus Grasl (l.) ist am Freitagabend zum ersten, Maximilian Maenner zum zweiten Kommandanten gewählt worden.

Freiwillige Feuerwehr Starnberg

Kommandantenwechsel nach 18 Jahren

Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg haben Markus Grasl zum neuen Kommandanten gewählt. Er hat einiges vor.

Starnberg – Die Freiwillige Feuerwehr Starnberg hat eine neue Leitung. Nach 18 Jahren waren Christian Reichert als Kommandant und sein Stellvertreter Helmut Schweickart bei den Wahlen am Freitagabend nicht wieder angetreten. Zum Kommandanten wurde Markus Grasl gewählt, neuer zweiter Kommandant ist Maximilian Maenner. 

Christian Reichert und Helmut Schweickart wurden mit viel Beifall verabschiedet, bleiben aber noch einige Wochen im Amt – die beiden neuen Kommandanten müssen vom Stadtrat noch bestätigt werden. Im Februar oder März ist mit der Amtsübergabe zu rechnen. In 18 Jahren – drei Wahlperioden – hatten die beiden 6172 Einsätze zu bewältigen, bilanzierte Reichert, mit 48 498 Stunden. Bürgermeisterin Eva John dankte den scheidenden Kommandanten: Es sei „absolut keine Selbstverständlichkeit, ja eine außergewöhnliche Leistung“, so lange Zeit für die Allgemeinheit zu opfern. 

Der neue Kommandant ist kein Unbekannter. Markus Grasl (35) ist seit mehr als 20 Jahren bei der Starnberger Feuerwehr, seit 2009 gehört er als Zugführer zum Führungsdienst und arbeitet als Brandinspektor im Landratsamt München. Maximilian Maenner (27) ist seit 2002 bei der Wehr und seit 2016 Zugführer, er arbeitet als staatlich geprüfter Forstwirt bei der Stadt Starnberg. 

Grasl hatte sich schon vor der Wahl Gedanken gemacht und ein Konzept vorgelegt, das quasi mit ihm gewählt wurde. Darin geht es unter anderem um eine stärkere Kooperation zwischen der Stadtwehr und den sieben Wehren in den Ortsteilen sowie eine Reduzierung der Einsätze auf die Kernaufgaben der Feuerwehr. Eine Reihe von Einsätzen müssten nicht zwingend von der Feuerwehr erledigt werden, etwa ungefährliche Mengen Wasser in privaten Kellern. Grasl schwebt ein Bedarfsplan für die Feuerwehren vor, zumal mit dem B2-Tunnel und das geplanten Gewerbegebiet in Schorn die Anforderungen erheblich steigen werden. 

415 Einsätze im vergangenen Jahr 

Das Jahr 2017 war für die Starnberger Wehr mit ihren 69 Aktiven wieder arbeitsreich. 415 Einsätze stehen in der Statistik, 14 mehr als im Vorjahr. Die Masse waren Technische Hilfeleistungen (226), darunter allein 66 Unwettereinsätze vor allem im August vorigen Jahres. 

Neuwahlen gab es auch beim Feuerwehrverein. Vorsitzender bleibt Thomas Pleyer, auch Stellvertreter Franz Engelhardt und Schriftführer Michael Aulehner wurden wiedergewählt. Neu sind Tobias Kraus als Kassier, Christian Klint und Max Wörsching als Beisitzer, Stefan Borrmann als Mannschaftssprecher sowie Regina Senft und Michael Falk als Kassenprüfer.

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