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Nina Krumm und Christian Schlösser eröffnen am 28. Mai das „genussreich“ am Tutzinger-Hof-Platz.

Innenstadtentwicklung

Freud und Leid der Händler

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Ein neues Bonuskarten-Konzept hat bei Starnbergs Einzelhändlern nur geringes Interesse hervorgerufen. Dafür freuen sie sich umso mehr über den bevorstehenden Start von „genussreich“ und „Hans im Glück“ am Tutzinger-Hof-Platz.

Starnberg – Es wird noch schwer gearbeitet an dem historischen Stadthaus am Tutzinger-Hof-Platz. Und von außen macht es nicht den Anschein, als ob im ehemaligen „Mellows“ schon bald neue Gäste bewirtet werden. Aber falsch gedacht: „Bei uns ist am 28. Mai offizielle Eröffnung“, sagt Nina Krumm, die in den Obergeschossen des Gebäudes zusammen mit ihrem Lebensgefährten Christian Schlösser künftig das „genussreich“ führen wird – eine Kochschule mit Außer-Haus-Catering und der Möglichkeit, für Feste und Feierlichkeiten gebucht zu werden.

Vorsitzender der City-Initiative: „Das wird den Tutzinger-Hof-Platz beleben“

Der 28. Mai ist bewusst gewählt – dann findet in Starnberg der nächste verkaufsoffene Sonntag im Rahmen der Französischen Woche statt. „Wir werden Häppchen und etwas zu trinken anbieten“, verspricht Nina Krumm im Gespräch mit dem Starnberger Merkur – passend zum Konzept von „genussreich“. „Essen bei Freunden“, umschreibt die Geschäftsfrau die Idee. „Es wird wahnsinnig elegant und individuell.“

Vermutlich noch vor dem 28. Mai wird „Hans im Glück“ im Erdgeschoss des Gebäudes eröffnen. Den genauen Termin will der Edel-Burgergrill nächste Woche bekanntgeben.

Gerald Funk ist Vorsitzender der City-Initiative Starnberg.

Gerald Funk, der Vorsitzende der City-Initiative, freut sich schon darauf, wenn beide Gastro-Konzepte laufen. „Das wird den Tutzinger-Hof-Platz beleben und neue Menschen nach Starnberg bringen“, sagt er. Das Zusammenspiel von „Hans im Glück“ und dem „Wirtshaus Starnberg Im Tutzinger Hof“ sei sehr attraktiv. „Und Kochen ist ohnehin ein großes Thema.“

Funk glaubt auch noch an den Samstagsmarkt

Mehr Attraktivität kann Starnberg gebrauchen, wenn es nach dem Chef der Einzelhändler und Gewerbetreibenden in der Kreisstadt geht. „Alle haben mit Frequenz-Rückgängen zu kämpfen“, sagt Funk – und schiebt gleich nach: „Das ist aber kein Starnberger Problem.“ Wer verstärkt im Internet einkaufe, sei halt weniger in der City unterwegs und könne folglich auch nicht spontan zum Kunden werden. Um dem entgegenzusteuern, wünscht er sich mehr Entertainment und mehr Aufenthaltsqualität. 

„Da ist die Stadt gefordert, aber auch jeder einzelne Händler“, sagt Funk. Es gelte auch, Vorschläge aus der jüngsten Ideenwerkstatt umzusetzen, etwa eine flexible Möblierung des Kirchplatzes. Überhaupt: „Der Kirchplatz steht und fällt mit Leben“, sagt Funk und wünscht sich ein weiteres gastronomisches Angebot dort. „Die Eiswerkstatt hat dem Platz schon gut getan.“ Auch der Samstagsmarkt habe noch Potenzial.

Potenzial hätte seiner Meinung nach auch die Bonuscard gehabt. Die Idee war, den Mitgliedsbetrieben und ihren Mitarbeitern gegenseitig Vergünstigungen anzubieten, aber: „Der Rücklauf war leider sehr gering.“

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