+
Organisatoren und Helfer des Filmfestivals auf der MS Starnberg , wo heuer die Hauptpreise verliehen werden. Natalie Papapetrou, Mario Krisch, Isabelle Haag, Annelie Boros, Christopher Bodenstein, Gründer und Leiter Matthias Helwig, Amos Ostermeier, Lukas Peltzer, Ralf Satori, Veronika Osterauer (v.l.). 

Programm vorgestellt

Fünf-Seen-Filmfestival: Vier Weltpremieren und ein neuer Preis

  • schließen

Mehr als 150 Filme gibt es beim 13. Fünf-Seen-Filmfestival (FSFF) zu sehen. Los geht’s gleich mit einer Weltpremiere. Neu ist nicht nur der Hannelore-Elsner-Preis – sondern auch, dass die Hauptpreise auf dem Starnberger See verliehen werden.

Landkreis – Für Venedig und München hat es nicht ganz gereicht – aber für das Fünfseenland. Das große Fest, das die Filme feiert, beginnt mit einem Drama. Die Liebesgeschichte „Zwischen uns die Mauer“ läutet, ziemlich genau 30 Jahre nach dem Mauerfall, das 13. Fünf-Seen-Filmfestival (FSFF) ein. Der Film, der zur Zeit des Kalten Krieges spielt, wird bei der Eröffnungsfeier (Mittwoch, 4. September, ab 19.30 Uhr) in der Starnberger Schlossberghalle am gezeigt. Regisseur Norbert Lechner sowie die Hauptdarsteller Lea Freund und Tim Bülow haben sich angekündigt. Nur logisch: Es ist eine von vier Weltpremieren auf dem FSFF, das bis zum 12. September läuft.

Während der neun Tage sind mehr als 150 Filme auf 14 Leinwänden zu sehen. In vier Orten des Landkreises: In Starnberg, Gauting und Seefeld nehmen die Besucher in den Breitwand-Kinos Platz, in Weßling im Pfarrstadel.

Festivalleiter Matthias Helwig erinnerte beim Pressegespräch an den Ursprungsgedanken: „Wir wollen für Filme in all ihren Facetten begeistern.“ Und: „Wir zeigen Filme, die nicht im Kino laufen.“ Abseits des Mainstreams halten Helwig und seine Mitarbeiter die Augen offen. Das diesjährige FSFF-Motto lautet „Raum“. Man wolle Räume bekannt machen, die gerne übersehen und vergessen werden. So führen die Filme heuer an Mittagstische in Mazedonien, auf einen Balkon in Serbien, in ein Dorf Sibiriens oder an einen Fluss in Kasachstan.

2018 kamen insgesamt 20 000 Besucher

Um wieder 20 000 Besucher wie 2018 anzulocken, ist aber auch Prominenz gefragt. Zum Thema Raum passen die Filme „The International“ und „Ein Hologramm für den König“, die Regisseur Tom Tykwer und Szenenbilder Uli Hanisch (unter anderem auch „Das Wunder von Bern“, „Babylon Berlin“) im Gepäck haben. Das Ehrengast-Trio komplettiert Regisseurin und Oscar-Gewinnerin Caroline Link („Nirgendwo in Afrika“, „Der Junge muss an die frische Luft“). Die Filmschaffenden nehmen auch an öffentlichen Diskussionsrunden teil (siehe Kasten).

Über die traditionelle Dampferfahrt auf dem Starnberger See zum Abschluss des FSFF schwärmt Festivalgründer Helwig: „Es gibt fast nichts Schöneres.“ Heuer kommt dem Trip auf dem Starnberger See erstmals eine weitere Funktion zu: Die Hauptpreise werden an Bord der MS Starnberg am 11. September verliehen.

Besonders würdigen möchte Helwig das Lebenswerk von Hannelore Elsner. Die im April gestorbene Schauspielerin habe das FSFF mehrmals besucht und sei ihm freundschaftlich verbunden gewesen. Dank eines anonymen Spenders kann Helwig den neuen Hannelore-Elsner-Preis nun mit 5000 Euro dotieren. Die Gewinnerin steht schon fest: Schauspielerin Barbara Auer, die in „Vakuum“ herausfindet, dass ihr Mann sie mit einer Prostituierten betrogen und mit HIV angesteckt hat.

Das FSFF-Programm ist in den Breitwand-Kinos und im Internet unter www.fsff.de einzusehen.

Gespräche und Vorführungen mit den Regisseuren

Das Fünf-Seen-Filmfestival bietet täglich Veranstaltungen. Einige Höhepunkte:

5. September: Klangraum: Die Seele der Geige (19.30 Uhr, Gauting, mit Regisseur Benedikt Schulte); Tango im Kino & Film Intertango mit Regisseurin Hanne Weyh und Tango-Tanz (20 Uhr, Seefeld)
6. September: Werkstattgespräch mit Laila Stieler zum Drehbuch von „Gundermann (19.30 Uhr, Gauting); Ein Hologramm für den König mit Regisseur Tom Tykwer (20 Uhr, Starnberg)
7. September: Filmgespräch: Kino als Raum für die Zukunft des Sehens? (11 Uhr, Seefeld); Raum für Freiheit – Diskussion mit Drehbuchautoren und Filmschaffenden (16.30, Gauting); Hannelore-Elsner-Preisverleihung (20 Uhr, Starnberg); The International mit Regisseur Tom Tykwer (21 Uhr, Gauting)
8. September: Filmgespräch am See: Verfilmte Räume (14 Uhr, Politische Akademie Tutzing); Kurzfilmprogramm 1 mit Filmschaffenden (20 Uhr, Weßling).
9. September: Lyrik im Kino: Dichter lesen, anschl. Il Postino – Der Postmann (19.30 Uhr, Gauting); Der Junge muss an die frische Luft mit Regisseurin Caroline Link (20 Uhr, Starnberg); Kurzfilmprogramm 2 mit Filmschaffenden (20 Uhr, Gauting)
10. September: Jazz im Kino, Film Miles Davis, Konzert: Markus Stockhausen & Alireza Mortazavi (19 Uhr, Gauting); Kurzfilmprogramm 3 mit Filmschaffenden (20 Uhr, Starnberg)
12. September: Señor Blues, Abschlusskonzert.

Lesen Sie auch: 

Leslie Mandoki ist für viele noch immer der Dschingis-Khan-Typ. Dabei scharte der Musikproduzent zuletzt wieder Rock- und Jazzgrößen in Tutzing um sich. Sie nahmen das Album seines Lebens auf – um Missstände anzuprangern und um alte Rebellen aufzuwecken. Eine Hörprobe in Leslie Mandokis Red-Rock-Studio.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Baseball-Jugend der Indians Bayerischer Meister
Erstmals seit 17 Jahren haben sie es wieder geschafft: Die U15-Jugend der Gauting Indians ist Bayerischer Baseball-Meister. Im Finale setzten sich die Würmtaler gegen …
Baseball-Jugend der Indians Bayerischer Meister
Sperrungen am Autobahndreieck
Ab Freitagabend kommen Autofahrer aus Starnberg nur über Umwege nach München - am Autobahndreieck wird eine Brücke abgerissen.
Sperrungen am Autobahndreieck
Feldafing will Tempo 30 - fast überall
Feldafing will sich verkehrsberuhigen: Der Gemeinderat beschloss Tempo 30 auf den kommunalen Straßen.
Feldafing will Tempo 30 - fast überall
Drei Ampeln für Fußgänger in der Ortsdurchfahrt
Die Westumfahrung von Gilching soll am 22. November eröffnet werden. Bis dahin will die Gemeinde im Altdorf und in Argelsried drei Bedarfsampeln für Fußgänger errichten.
Drei Ampeln für Fußgänger in der Ortsdurchfahrt

Kommentare