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Die Wirte und ihre Künstler (v.l.) Georgia Schmid, Steffen Sonnenwald und Andreas Gröber vom Gasthaus Post (v.l.) mit den Schauspielern Hansi Kraus, Eric Brodka und den Musikern Roland Hefter, Vertretern des Orchesters Kurzweil. 

Neues Programm

„Die Post“ füllt Lücke in der Kultur

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Im Gasthof „Die Post“ in Aufkirchen soll wieder mehr Kultur Platz greifen. Auftakt ist am 6. April

Aufkirchen – Am besten ist es für ein Wirtshaus, wenn der Gast von den Neuerungen nicht mehr mitbekommt, als dass alles irgendwie besser und runder läuft. So lässt es sich vielleicht am besten beschreiben, was in Aufkirchen passiert ist, seit Steffen Sonnenwald im Herbst in die Geschäftsführung des Gasthauses Post eingetreten ist. Jetzt steigt die „Post“ massiv ins Kulturgeschäft ein. Die „Aufkirchner Dorfbühne“ gastiert schon immer im Saal der „Post“, den ersten Auftritt der neuen „Aufkirchner Kulturmanufaktur“ bestreitet der Kabarettist und Liedermacher Roland Hefter am Donnerstag, 6. April.

Die „Post“ ist seit 2006 im Besitz von Andreas Gröber. Sie ist die Dorfwirtschaft in der Gemeinde Berg, direkt neben der Kirche in Aufkirchen und seit ihrer Grundsanierung 2012 ein Hotel mit 29 Zimmern und knapp 70 Betten. Der gelernte Koch Sonnenwald war in den 1990er Jahren mit den „Jungen Wilden“ um die Promi-Köche Holger Stromberg und Stefan Marquard aufgefallen. In der Küche mag er nicht mehr stehen, inzwischen ist er Gastronomie- und Hotellerie-Berater. Als solcher arbeitet er in der „Post“. Inzwischen gibt es in der Küche einen neuen Koch, den Südtiroler Christoph Ladurner. Und nun will die „Post“ auch kulturell einsteigen. „Zu einem guten Essen gehört auch gute Kultur“, sagt Sonnenwald. Die Voraussetzungen in der „Post“ seien perfekt: „Licht ist da, Ton, die Bühne – man muss nichts extra investieren.“

Dank Georgia Schmid, die nicht nur an der Rezeption des Hotels arbeitet, sondern auch die Iberl-Bühne managt, hat die „Post“ jede Menge Kontakte in die Künstlerszene. „Bis zum Herbst planen wir zwei Veranstaltungen pro Monat“, sagt sie. „Wenn es gut läuft, werden es nächstes Jahr vier pro Monat.“ Bevorzugter Tag ist der Donnerstag, denn am Wochenende gibt es Hochzeiten im Saal.

Die Künstler, die demnächst in Aufkirchen auftreten, sind gut drauf: Roland Hefter spielt bei der Programmpräsentation zwei Nummern, Juri Lex von Knedl & Kraut bläst auf seinen Händen, „meine Hand-Okarina“, mit Akkordeon-Begleitung einen Marsch, dass es nur so pfeift, und Eric Brodka liest in elegantem Bairisch aus der „Bayerischen Weltgschicht“, unterstützt von Hansi Kraus. Die nächsten Termine: Sweet Second Spring Jazz Gang am Samstag, 8. April, Knedl & Kraut am Donnerstag, 4. Mai, Orchester Kurzweil am Freitag, 12. Mai. Beginn: jeweils um 20 Uhr. Karten unter okticket.de oder an der Rezeption. Und im Herbst will Bassist und Gitarrist Steffen Sonnenwald mit seiner Band „Hausgmacht“ selbst auf die Bühne: zu Ehren der Bilderausstellung der „Dead Rock Heads“ seines Freundes Ole Ohlendorff.

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