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Zwölf Kilometer lang fuhr die 40-jährige Frau in falscher Richtung bis nach Starnberg.

Polizeibericht

Geisterfahrerin am Autobahnende gestoppt

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Sie war mit ihrer Mutter auf dem Helene-Fischer-Konzert in München. Auf dem Heimweg fuhr die 40-jährige Frau aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zwölf Kilometer lang auf der A 95 und A 952 in falscher Richtung - bis Starnberg, dort wurde wie von Polizeibeamten gestoppt.

Starnberg – An der Einmündung der Strandbadstraße in Starnberg war Schluss. Gegen 0.55 Uhr am frühen Mittwochmorgen stoppte eine Polizeistreife dort die 40 Jahre alte Fahrerin eines VW Up, die zuvor minutenlang als Geisterfahrerin auf der Autobahn unterwegs war. „Es grenzt an ein Wunder, dass es nicht zu einer Kollision mit engegenkommenden Fahrzeugen gekommen ist“, berichtet ein Sprecher der zuständigen Verkehrspolizeiinspektion Weilheim. Ein Kollege findet im Gespräch mit dem Starnberger Merkur drastischere Worte: „Das war Wahnsinn.“

Die 40-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau war am Dienstagabend mit ihrer 65 Jahre alten Mutter zunächst beim Konzert von Schlagerstar Helene Fischer in der ausverkauften Münchner Olympiahalle. „Atemlos durch die Nacht“, „Ich will immer wieder ... dieses Fieber spür’n“, „Mit keinem andern“ – Helene heizte mit ihren Hits den Fans beim ersten von fünf geplanten München-Konzerten mächtig ein. Offenbar waren auch die beiden Damen noch hin und weg von der Show, anders lässt es sich wohl kaum erklären, was ihnen auf dem Nachhauseweg auf der A 95 passierte.

Nachdem die 40-Jährige am Autobahndreieck Starnberg den Abzweig zur A 952 Richtung Starnberg verpasst hatte, fuhr sie zunächst weiter zur Tank- und Rastanlage Höhenrain, tankte dort und fuhr schließlich in entgegengesetzter Richtung wieder nach Norden – also auf der Fahrbahn Richtung Garmisch. Dabei blieb sie strikt auf der für sie rechten Spur, also der Überholspur Richtung Süden.

Ein Beamter der Polizeiinspektion Wolfratshausen – vom Dienst unterwegs nach Hause – bemerkte die Geisterfahrerin, fuhr parallel zu ihr Richtung Norden, verständigte seine Kollegen und gab permanent den Standort durch. Nach zwölf Kilometern Geisterfahrt wendete die 40-Jährige am Starnberger Dreieck und fuhr auf der A 952 weiter Richtung Starnberg, wo schließlich an der ersten Ampel Schluss war.

Die 40-Jährige erwartet nun ein Strafverfahren und möglicherweise der Entzug des Führerscheins. Um den Vorfall abschließend beurteilen zu können, bittet die Polizei Zeugen des Vorfalls und Verkehrsteilnehmer, die durch die Geisterfahrt gegebenenfalls ausweichen mussten oder sogar gefährdet wurden, sich unter  Tel. (08 81) 64 03 02 zu melden. 

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