Gleich wieder mittendrin: Kira Weidle ist nach ihrer Verletzungspause bei der Abfahrt in St. Anton auf den zehnten Platz gefahren.
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Gleich wieder mittendrin: Kira Weidle ist nach ihrer Verletzungspause bei der Abfahrt in St. Anton auf den zehnten Platz gefahren.

Erste Rennen nach Daumenoperation

Gelungenes Comeback: Kira Weidle mit Plätzen zehn und 15

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Bänderriss im Daumengelenk – noch vor Heiligabend musste Kira Weidle operiert werden. In St. Anton ist die Ski-Rennfahrerin des SC Starnberg schon wieder in den Weltcup zurückgekehrt. Und hat dort mit den Plätzen zehn und 15 durchaus überzeugt.

Starnberg – Auch wenn eine absolute Top-Platzierung diesmal ausblieb – das Weltcup-Comeback von Kira Weidle in St. Anton lässt sich auch so guten Gewissens als gelungen bezeichnen. Das sieht auch die Ski-Rennfahrerin des SC Starnberg nach Rang zehn in der Abfahrt am Samstag und Platz 15 gestern im Super-G so. Ihr Fazit: „Unter den Umständen hat das, glaube ich, schon alles so gepasst.“

Damit meint die 24-Jährige in erster Linie ihren nach wie vor nicht zu 100 Prozent auskurierten Daumen. Nach einem Trainingssturz in Val d’Isère musste Weidle kurz vor Weihnachten operiert werden. An Training war zuletzt kaum zu denken. So stand sie vor ihrem Start in der Abfahrt am Samstag lediglich einmal auf Skiern. Zudem klebte sie sich an diesem Wochenende vorsichtshalber noch ihren rechten Daumen mit einem Tape an den Skistock. „Das hat mich schon beeinträchtigt“, räumt die Starnbergerin ein. „Da fehlen dann ein paar Prozent Vertrauen, dich voll reinzulegen, vor allem bei den Rechtskurven.“

Weidle selbstbewusst: „Wenn ich gesund bin, geht da noch mehr“

Umso bemerkenswerter, dass Weidle in St. Anton auch so zu den zehn besten Abfahrerinnen zählte. Ein Zeichen ihrer stetig steigenden Leistungsfähigkeit. Entsprechend selbstbewusst gibt sich die 24-Jährige mittlerweile beim Blick auf einen zehnten Rang in ihrer Paradedisziplin. „Wenn ich gesund bin, geht da noch mehr“, betont sie. Bei ihrer Fahrt habe sie schließlich nicht die gewohnte Kraft auf ihre Skier ausüben können.

Etwas weniger kritisch beäugt Weidle derweil ihre Auftritte im Super-G. Hier ist der Weg zur Weltspitze noch deutlich weiter, was allein die Tatsache zeigt, dass der gestrige 15. Platz von St. Anton ihr bislang bestes Karriereergebnis darstellt. „Da ist also noch Luft nach oben“, sagt sie und lacht. Auf der extrem schnellen und anspruchsvollen Piste hatten es einige Top-Athletinnen wie Abfahrtssiegerin Sofia Goggia oder Ilka Stuhec gar nicht erst ins Ziel geschafft. „Es war also schon ein kleiner Erfolg, dass ich heil unten angekommen bin.“

Nächste Rennen in Crans Montana

Weiter geht’s für Weidle in knapp zwei Wochen in Crans Montana. Zwei Abfahrten stehen in der Schweiz an. Doch ehe sie dort nach der nächsten Top-Platzierung greift, sind erst einmal ein paar Tage Erholung angesagt. „Ein bisschen Ruhe geben schadet dem Daumen jetzt sicher nicht“, sagt die Starnbergerin. Trainieren will sie erst Ende der Woche in Garmisch-Partenkirchen. „Dann kann ich hoffentlich wieder Vollgas geben.“

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