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Ein Blick in den Pop-up-Store in Holzkirchen, der im Juli und August offen hatte. 

Innenstadt

Gesucht: Kleiner Laden für Kreative

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Die Stadt Starnberg wirbt dafür, vorübergehend frei werdende Einzelhandelsflächen sogenannten Pop-up-Stores zur Verfügung zu stellen. Dahinter steckt ein Konzept, das viel Aufmerksamkeit schaffen soll.

Starnberg – Der Begriff klingt für einen gestandenen Oberbayern vielleicht ein bisschen sperrig: Pop-up-Store. Dahinter verbirgt sich aber ein relativ einfaches Konzept: Aus einem Laden ist der Mieter ausgezogen, bis der Nachfolger einzieht, dauert es noch einen Moment – also nutzen Händler, Künstler, Handwerker oder Kreative die Räume, bieten ihre Produkte zum Verkauf an und bringen Leben in die Bude. Vier Wochen soll so eine Zwischennutzung dauern – länger nicht.

In Bad Tölz hat es einen solchen Pop-up-Store schon gegeben, auch in Holzkirchen oder in Geretsried, in München sowieso. Und jetzt will auch Starnberg auf den Trend aufspringen. „Wir werden einen Pop-up-Store bekommen“, sagte Stadtförderin Sarah Buckel jüngst im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats. Gegenüber dem Starnberger Merkur wird sie etwas konkreter: Mit der entsprechenden Agentur in München sei man bereits in Gesprächen, Ziel sei der Spätherbst, jetzt komme es darauf an, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Buckel würde den Pop-up-Store am liebsten in der Maximilian- oder in der Wittelsbacherstraße einrichten. „Es muss eine Toplage sein. Wenn der Laden nur vier Wochen da ist und man drei Wochen braucht, um ihn zu finden, macht das keinen Sinn“, sagt sie. „Und er soll ja auch zusätzliche Frequenz in die Innenstadt bringen.“

„Starnberg ist sehr interessiert“, bestätigt Dorien Meima-Schmid. Die 51-Jährige betreut mit ihrer Agentur Pop-up-Stores im Umland der Landeshauptstadt. Nutzungen hat sie bislang schon ganz viele erlebt. In Geretsried etwa habe es einen Pop-up-Store mit Eis-Kreationen gegeben, in Holzkirchen unter anderem eine Pralinen-Manufaktur, sagt Meima-Schmid im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Ein anderes Mal habe sie einen App-Entwickler vermittelt, auch Schreiner, Modedesigner oder Keramiker hätten Interesse. „Es ist sehr spannend, was es in der Region gibt.“

Den Ideen scheinen keine Grenzen gesetzt: In einem ehemaligen Trachtengeschäft in Bad Tölz hatten sich von Juni bis Juli gleich 17 Kreative eingemietet und in einem Pop-up-Store unter anderem Schmuck, Mandalas, umgebaute Industrielampen, Wollprodukte, T-Shirts, Accessoires aus Dirndl-Stoff und sogar Tische und Hornschlitten angeboten. Oft bieten Pop-up-Stores auch Rahmenprogramme an, etwa Workshops, Auftritte von Kulturschaffenden oder auch den Ausschank durch lokale Bierbrauer.

Fehlt in Starnberg nur noch der passende Laden. „Bislang scheitert es an der Immobilie“, gibt Dorien Meima-Schmid zu. Zumal Miete in den vier Wochen meist nicht gezahlt wird – das auszuhandeln, sei Sache der Agentur, sagt Stadtförderin Buckel. „Meistens wird aber natürlich eine Pauschale für die Nebenkosten gezahlt.“

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