Bleiben am Ball: Maria de los Angeles Cuba, Dr. Thomas Weiler und Sabine Geiger von der Gesundheitsakademie in Starnberg (v.l.). Foto: Stefan Schuhbauer - von Jena

weltgesundheitstag

„Eine Akademie für alle“

Gesundheit fördern ist das Ziel der Starnberger Gesundheitsakademie. Dazu bietet die Akademie seit mittlerweile 15 Jahren Kurse und Beratungen an.

Starnberg – Am Samstag ist Weltgesundheitstag – in der Gesundheitsakademie im dritten Stock des Klinikums an der Starnberger Oßwaldstraße ist an diesem Tag aber alles wie immer. Die Sportmatten und Gymnastikbälle sind im Übungsraum einsatzbereit. „Bei uns ist an jedem Tag Gesundheitstag“, sagt Maria de los Angeles Cuba und schmunzelt. Sie hat die Akademie im Jahr 2002 gegründet und konzipiert gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Geiger das Kursprogramm.

Jedes Jahr werden in der Akademie zwei Programme, eines im Sommer- und eines im Wintersemester, mit jeweils 60 bis 80 Kursen angeboten. Von Autogenem Training bis zur Zöliakie-Selbsthilfegruppe hat die Gesundheitsakademie ein vielseitiges Programm, in dem für jeden etwas dabei ist. „Sogar Beckenbodentraining für Männer gibt es“, sagt der Geschäftsführer der Starnberger Kliniken und Akademiedirektor Dr. Thomas Weiler. Er definiert die Zielgruppe von „minus neun Monate bis 100 plus“, denn schon in Geburtsvorbereitungskursen können die Kleinsten der Kleinen bei der Akademie mitmachen.

Chancengleichheit ist wichtig

„Wir haben jedes Alter dabei. Unser ältester Teilnehmer ist 86 Jahre“, erzählt Sabine Geiger. Auch Chancengleichheit spielt in der Gesundheitsakademie eine wichtige Rolle. „Wir bieten Yogakurse für Rollstuhlfahrer und für Menschen mit Bewegungseinschränkungen an. Und es finden auch Kochkurse mit Bewohnern der Lebenshilfe Starnberg statt“, erklärt Cuba. Zudem ist die Akademie eine Plattform für an Parkinson oder Demenz erkrankte Künstler. Ihre Bilder werden regelmäßig in Ausstellungen präsentiert. „Die Gesundheitsakademie ist eine Akademie für alle“, betont Cuba.

Ziel sei es, alle Menschen zu unterstützen und individuell zu beraten, bestätigt Geiger. „Uns geht es darum, auch die zu erreichen, die nicht krank sind“, ergänzt Weiler. Denn die Hauptaufgabe der Gesundheitsakademie ist es, Gesundheit zu fördern. Dazu gibt es neben Präventionskursen wie Wirbelsäulengymnastik auch eine Vortragsreihe. „Donnerstag ist Vortragstag“, sagt Cuba. Jede Woche referieren Ärzte und Kooperationspartner über Themen wie Bluthochdruck oder Arthrose. Ein Effekt der Gesundheitsakademie sei, dass Teilnehmer die Scheu vor dem Klinikum verlieren würden, erklärt Geiger.

Beratung in Selbsthilfegruppen

Neben Prävention ist auch die Beratung in Selbsthilfegruppen ein Bereich der Akademie. In sieben Gruppen, unter anderem der Selbsthilfegruppe „Starnberger Anker“ für Krebspatienten, erhalten Betroffene Unterstützung. Dabei ist Weiler der direkte Kontakt zwischen Akademiemitarbeitern und Teilnehmern wichtig. Für eine persönliche Betreuung werden Kurse in kleinen Gruppen mit acht bis zehn Teilnehmern abgehalten. Zwar sind die Kurse deshalb schnell ausgebucht, es werden jedoch bei vielen Anfragen zusätzliche Kurse eingerichtet. „Man kann sich also jederzeit anmelden“, erklärt Geiger.

An Kursen, Selbsthilfegruppen, Beratungen und Vorträgen nehmen jedes Jahr über 1800 Menschen teil. „Besonders die Vorträge mit teilweise über 100 Zuhörern laufen sehr gut. Am Anfang hatten wir manchmal aber auch gar keine Teilnehmer. Diese positive Entwicklung verdanken wir vor allem unseren Dozenten“, sagt Cuba. Dieses Jahr ist die Akademie 15 Jahre alt. Einige Dozenten und manche Teilnehmer sind bereits seit der ersten Stunde dabei. Und auch zukünftig wird das Team der Akademie sein Ziel verfolgen, Gesundheit zu fördern – am Weltgesundheitstag wie an jedem anderen Tag im Jahr.

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