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Das Parkhaus nimmt Formen an: Bis in sechs Wochen soll das Stahlgerüst stehen. Die 300 Parkplätze sollen ab Jahresende nutzbar sein.

Gewerbegebiet Starnberg

Parkhaus Nord noch in diesem Jahr

Starnberg – Nach Jahren der Vorbereitung und einem Marathon durch die Genehmigungsinstanzen hat der Bau eines Parkhauses im Gewerbegebiet begonnen. Es soll noch in diesem Jahr nutzbar sein.

Winfried Reithmeier ist guter Dinge: Endlich hat der Bau des von ihm am Seilerweg 16 im Starnberger Gewerbegebiet geplanten Parkhauses begonnen. Das Schwierigste, sagt Reithmeier, waren die Fundamente, die aber geschafft sind. Bis Ende September soll der Stahlhochbau abgeschlossen sein. Bis zum Jahresende folgen die Feinheiten des Innenausbaus und der Technik. Bereits 2013 hatte Reithmeier den Antrag für ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren gestellt. Letztendlich war dann doch ein Änderungsverfahren für die rechtsgültige Bauleitplanung nötig. 

Etliche Probleme waren vor allem auch rechtlich zu lösen, darunter die Anfahrbarkeit von Stellplätzen hinter dem Parkhausgrundstück, die ebenfalls nur über den Seilerweg zu erreichen waren. Im November vorigen Jahres hielt der Bauherr dann endlich die Baugenehmigung in den Händen und konnte zu Jahresanfang den Auftrag zur Realisierung unterschreiben. Doch wie so oft verursachten unvorhergesehene Erkenntnisse dann noch einmal Verzögerungen. So wollte Reithmeier nicht auf einen Lift zur Erschließung der elf Parkdecks verzichten. „Das alles über Treppen zu laufen, kann man Senioren nicht zumuten“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. 

Reithmeier: 65 Euro Miete pro Monat

Die Genehmigung dafür habe er schnell erhalten. Jetzt beantrage er eine weitere Tektur zu seinen Plänen, um etwas für die Umwelt und die Energiewende zu tun: „Wir wollen auf dem Dach des Parkhauses mit Solarpanelen Strom erzeugen, der vor Ort Verwendung findet. So soll es auch zehn Stellplätze geben, an denen Elektroautos ihre Akkus aufladen können.“ Pro Deck werden etwa 25 Stellplätze entstehen, also insgesamt knapp 300. Einen Teil würden Autohäuser der Nachbarschaft wohl nutzen wollen, den überwiegenden Anteil von 180 Plätzen versuche er, an Firmen im Gewerbegebiet fest zu vermieten für deren Angestellte oder an Privatpersonen, die als S-Bahn-Fahrer ihr Auto tagsüber gern gut untergestellt wissen wollen. „Interesse habe schon viele angemeldet“, so Reithmeier. 

Seine Preisvorstellung sind 65 Euro Miete netto pro Monat. Mit der Stadt Starnberg habe er vereinbart, dass man nochmals miteinander rede, sollte er nicht alle Stellplätze vermieten können. Schließlich habe das Rathaus Interesse, das wilde Parken am Seilerweg abzuschaffen. Hintergrund dafür ist ein genereller Parkplatzmangel rund um den Bahnhof Nord. Und ob und wann das dortige Park & Ride-Deck aufgestockt werde, stehe noch in den Sternen. Wenn der Bau fertig ist, will Reithmeier sein „Parkhaus Nord“ im Rahmen eines Tages der offenen Tür vorstellen. Die Zu- und Abfahrt erfolgt, so ist es im Bauleitplanverfahren geregelt, ausschließlich über den Seilerweg.

Von Barbara Irlbauer

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