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Gigaliner aus dem Landkreis: Der Gilchinger Logistiker Reichhart hat drei der überlangen Brummis im Einsatz.

Gigaliner im Landkreis

Monstertrucks nur für eine Firma

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Starnberg/Gilching - Gigaliner dürfen auf Autobahnen durch den Landkreis Starnberg fahren – und zu einer Firma.

Die Gigaliner sind los. Fünf Jahre hat die Testphase gedauert, in der überlange Lkw über deutsche Straßen rollen durften – nicht überall, sondern nur in 13 Bundesländern, auf ausgesuchten Strecken und in begrenzter Anzahl (161 Lastzüge). Seit dem 1. Januar dürfen sich die bis zu 25,25 Meter langen und bis zu 44 Tonnen schweren Monster regulär auch in Deutschland bewegen. Im Landkreis Starnberg wird die Bevölkerung die Mammuts auf fünf und mehr Achsen kaum zu sehen bekommen. Denn im Fünfseenland sind die für diese Lkw zugelassenen Strecken sehr selten.

Die Sprecherin des Landratsamtes, Barbara Beck, kann sich kurz fassen. „Gigaliner dürfen von der Anschlussstelle Oberpfaffenhofen/Gilching West der A 96 über die Staatsstraße 2068 und die Landsberger sowie Claude-Dornier-Straße bis zur Friedrichshafener Straße 6a in Oberpfaffenhofen fahren. Und auf der A 952 vom Starnberger Dreieck bis zur Anschlussstelle Percha.“ Auf die A 952 sollte sich nach gegenwärtigem Stand der Dinge am besten kein Gigaliner-Fahrer verirren. Denn in Percha ist Schluss. Definitiv geht es dort nicht weiter – nicht vorwärts, nicht nach links, nicht nach rechts, und schon gar nicht zurück, denn ein Wenden ist am Autobahnende in Starnberg für den Lang-Lkw unmöglich.

Anders sieht es an der A 96, Anschlussstelle Oberpfaffenhofen aus. Die dort für Gigaliner zugelassene Strecke führt ohne Umwege bis zur Adresse Friedrichshafener Straße 6a im Gewerbegebiet Asto-Park. Dort ist die Firma RUAG Aerospace Structures GmbH gemeldet. Die ist auch schon in der Testphase für die Gigaliner von der Gilchinger Logistik-Firma Reichhart mit den Lang-Lkw angefahren worden – unter dem Motto: „Gemeinsam für die Luftfahrt auf Achse“.

Logistiker stellt Antrag für Gilchinger Straße

Das Gilchinger Logistikunternehmen hatte Ende 2013 den Antrag gestellt, diese Strecke in das Straßennetz für die Gigaliner aufzunehmen, teilt auf Anfrage Regina Hunziger mit. Die Leiterin der Unternehmensabteilung Kommunikation und Marketing ergänzt: „Eine Zulassung dieses Abschnitts ab der Autobahnabfahrt war für uns Voraussetzung, um Anfang 2014 am Feldversuch teilnehmen zu können.“

Die Reichhart-Gruppe verfügt nach Angaben Hunzigers über drei Lang-Lkw. Wenn die überlangen Lastzüge mal nicht unterwegs sein sollten, warten sie nicht in Gilching auf ihren nächsten Einsatz. Dort, an der Lilienthalstraße, dem Hauptsitz des Unternehmens, befindet sich ausschließlich die kaufmännische Verwaltung. Der Fuhrpark von Reichhart ist an den Standorten Homburg (Saarpfalz-Kreis, Saarland), Ludwigsburg (Region Stuttgart, Baden-Württemberg) und Sulzbach-Rosenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach, Oberpfalz) stationiert – an letzterem auch die Lang-Lkw. Deswegen stört es auch nicht, dass kein Gigaliner zum Firmensitz in Gilching fahren darf.

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