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Wieder zu Hause: Stephanie Groll am Ufer des Starnberger Sees. Auch nach dem Aus in Heidi Klums Model-Show träumt sie weiter von den bedeutenden Laufstegen dieser Welt. 

Germany’s Next Topmodel

GNTM-Kandidatin Stephanie: „Ich halte an meinem Traum fest“

Stephanie Groll war unter den letzten 15 der Pro7-Castingshow „Germany’s Next Topmodel“. Nach ihrem Ausscheiden spricht die 20-Jährige aus Starnberg über die Show, Heidi Klum und ihre Zukunftspläne.

Starnberg – Blitzlichtgewitter, teure Kleidung, Glanz und Glamour – bei Germany’s Next Topmodel (GNTM) tauchte Stephanie Groll aus Starnberg in eine völlig neue Welt ein. Sie schnupperte Hollywood-Luft in Los Angeles und posierte für Fotografen an karibischen Stränden, sie hatte einen gemeinsamenAuftritt mit Rapper Cro und lernte den berühmten Venice Beach in Kalifornien kennen.

Jetzt sitzt die 20-Jährige auf einem Steg an der Seepromenade und lässt ihre Zeit bei GNTM Revue passieren. Bereits im Februar war für sie Schluss in der Castingshow, nachdem „Model-Mama“ Heidi Klum sie nicht mehr in die nächste Runde geschickt hatte. Erst am 29. März bekamen die Zuschauer ihren Rauswurf zu sehen. Trotzdem bleibt sie optimistisch. „Ich lasse den Kopf nicht hängen, gebe weiterhin Vollgas und halte an meinem Traum fest“, erzählt sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Klar, das Aus habe sie im ersten Moment sehr geschockt, gibt sie zu. „Es kam sehr plötzlich, weil ich vorher immer gute Kritiken bekommen hatte“, sagt Stephanie. Und sie habe es schade gefunden, dass sie – im Gegensatz zu anderen Kandidatinnen – keine zweite Chance bekommen habe. Auch ihre Familie war im ersten Moment schockiert. „Meine Eltern sind aber jetzt schon froh, dass ich wieder daheim bin“, erzählt die Starnbergerin. Sie selbst hat sich direkt danach erst einmal eine kleine Auszeit beim Skifahren gegönnt.

Von August bis Februar war das junge Model mit dem GNTM-Tross fast pausenlos unterwegs. „Ich bin wirklich viel rumgekommen, habe unter anderem Santa Monica und den Venice Beach in Kalifornien gesehen.“ Die Plätze, an denen die Fotoaufnahmen entstanden, waren super, schwärmt Stephanie.

Und wie war’s mit Heidi? Die Model-Mama hätten die Kandidatinnen während ihrer Zeit bei GNTM leider nicht so oft zu Gesicht bekommen, erzählt Stephanie. „Wir haben sie eigentlich nur an Shooting- und Entscheidungstagen gesehen. Uns gegenüber war sie sehr sympathisch und hat immer gegrüßt. Sie ist zwar sehr direkt, aber das finde ich gut. Das muss man in diesem Job auch sein.“

Ihre Teilnahme an der Castingshow sei eine tolle Erfahrung gewesen. Sie habe viele neue Eindrücke gesammelt und konnte sich einigen Herausforderungen stellen. Eine Modenschau am Zaun eines US-Gefängnisses, ein Nacktshooting und „Bullriding“ – Heidi hatte für ihre Kandidatinnen einiges in petto.

Übermäßiges Konkurrenzdenken zeigte Stephanie dabei nicht. „Ich habe mich mit allen Mädels gut verstanden. Vielleicht auch, weil ich mich aus Zickereien rausgehalten habe“, sagt sie. Obwohl es manchmal Streit gab, erinnert sie sich gern an die anderen Mädchen zurück. „Der Zusammenhalt hat mir am besten gefallen“, erzählt sie. Mit drei Kandidatinnen – Abbi, Jenny und Caro – steht sie immer noch in Kontakt. Ihrer Freundin Jenny drückt Stephanie für die nächsten Folgen die Daumen.

Donnerstags pünktlich um 20.15 Uhr verfolgt sie seit Beginn der Ausstrahlung gemeinsam mit ihren Eltern und Freund Gianni jede GNTM-Folge – auch die, in der sie rausgewählt wurde, haben sich alle gemeinsam angeschaut. Der anfängliche Schock über das Aus ist längst überwunden. „Ich habe nun noch mehr das Gefühl, dass das Modeln das Richtige für mich ist“, sagt Stephanie. „Bei der Show konnte ich viel dazulernen, zum Beispiel neue Walk-Arten. Ich bin jetzt auch sicherer beim Posieren und fühle mich gut vorbereitet für das echte Model-Leben.“

Ob sie durch ihre Teilnahme auch neue Modelaufträge bekommen wird, weiß sie aber noch nicht. „Bisher bekomme ich alle Aufträge von der Agentur, bei der ich bereits vor GNTM unter Vertrag stand.“ Heidis Mädels werden nach dem Ende der Castingshow aber zusätzlich zwei Jahre lang von einer weiteren Agentur vermittelt. Ob sie über diese Agentur auch gebucht wird, zeigt sich erst nach dem Finale am 24. Mai.

Zurzeit habe sie etwa zwei bis drei Castings pro Woche – während der Mailänder Fashionweek seien es sogar 12 bis 14 Castings gewesen. Trotz der Hektik gefällt der Starnbergerin das Model-Leben. „Auf den Fashionweeks in Mailand und Berlin zu laufen war der Wahnsinn“, schwärmt sie. Deshalb will sie sich die nächsten Jahre komplett dem Modeln widmen. „Ein Studium muss aber irgendwann auch noch kommen – wahrscheinlich in Richtung Sportmanagement.“ Bis es soweit ist, will Stephanie aber erst einmal ihren großen Traum weiterverfolgen.

Die Unterstützung ihres Umfeldes hat sie. Familie, Freunde, ihr Freund Gianni – die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Und auch der Ärger über das Vorstellungsvideo, das Pro7 von ihr gemacht hatte, ist verflogen. „Da wirke ich wie eine arrogante Starnbergerin“, sagt sie selbstkritisch. „Dabei bin ich total bodenständig.“

Von Alicia Schmidbauer

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