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Grippewelle

Zahl der Erkrankten verdoppelt sich

Die Zahl der Grippefälle hat sich im Landkreis im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Landkreis – Die Halbzeit der Grippe-Saison ist erreicht und Ärzte und Kliniken in der Region haben viel zu tun. Im Vergleich zum Vorjahr hat es bisher in diesem Jahr deutlich mehr Influenza-Fälle gegeben. „Vor allem in den letzten zwei Wochen hat die Grippe-Welle angezogen“, sagt Amtsarzt Dr. Lorenz Schröfl vom Gesundheitsamt Starnberg. Eine Zwischenbilanz der Fälle von Erkrankungen zeige einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Im Januar diesen Jahres meldeten die Ärzte im Landkreis 134 Fälle von Influenza-Erkrankungen. Das sind 34 mehr als im Januar 2017. Im Februar wurden bereits 194 Fälle bekannt, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Februar (92 Fälle).

Auch im Klinikum Starnberg wurden zahlreiche Fälle registriert. Die Tendenz der Erkrankungen sei steigend. Bei den meisten Betroffenen handle es sich dabei um ältere Menschen. „In der Hochzeit hatten wir hier sieben Grippe-Patienten gleichzeitig“, berichtet der Leiter der Notaufnahme Dr. Armin Schenn. Zurzeit sei sogar eine separate Infektionsstation eingerichtet worden, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten.

Impfung hat nicht richtig gegriffen

Ähnliches berichtet auch Dr. Ingo Schubert, Facharzt für Innere Medizin in Starnberg. „Dieses Jahr ist es besonders heftig“, sagt er, „Seit der ersten Januarwoche ist hier wahnsinnig viel los.“ Teilweise seien halbe Schulklassen oder Kindergartengruppen betroffen. „Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Impfung dieses Jahr nicht richtig gegriffen hat“, erklärt der Facharzt. Bei der Aufbereitung des Impfstoffs werden drei Antigene des Influenza-Virus isoliert und so durch die Impfung bekämpft. Dieses Mal habe man nicht die richtigen erwischt. So breche die Ansteckungskette einfach nicht ab. „In Starnberg sind wir jetzt aber relativ durch“, schätzt er die momentane Lage ein.

Patienten, die an einer Grippe erkrankt sind, leiden unter Fieber, Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen, Halsschmerzen und trockenem Husten. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führe eine Infektion selten zu Komplikationen. Nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Ältere und Schwangere könne die Influenza gefährlich werden.

Wie Sie sich schützen können: 

Vor allem wer häufigen Kontakt zu anderen Menschen hat, läuft Gefahr, sich anzustecken. Das ist vor allem im Fasching bei vielen der Fall. Trotzdem muss man sich nicht zu Hause verstecken, um sich zu schützen. Einige vorbeugende Maßnahmen können helfen. „Regelmäßiges Händewaschen ist immens wichtig“, betont Amtsarzt Dr. Lorenz Schröfl vom Gesundheitsamt des Landkreises Starnberg. 

In den Hochzeiten der Grippewelle sollte man außerdem am besten darauf verzichten, sich gegenseitig die Hände zu schütteln. Zudem sollten Räume, in denen sich viele Menschen aufhalten, regelmäßig gelüftet werden. 

Auch eine Grippeschutzimpfung sei immer noch möglich, allerdings nur für die, die noch gesund sind. Sollte es einen trotzdem erwischt haben, hilft nur ein Arztbesuch und dann strikte Bettruhe. Die Grippepatienten brauchen viel Ruhe und sollten vor allem darauf achten, genügend zu trinken.

 Je nach Stärke des Immunsystems sollte die Krankheit dann nach sieben bis zehn Tagen wieder auskuriert sein. Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Sie beim Gesundheitsamt oder bei ihrem Hausarzt. In den kalten Jahreszeit kommt es verstärkt zu Gripperkrankungen.

Maren Knödl

Rubriklistenbild: © dpa

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