+
Bei Eintreffen der Feuerwehr schlugen aus Fenstern und Dach das Wohnhauses Flammen. Alle Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen.

Video vom Großbrand in Starnberg

Feuer zerstört Wohnhaus: 17 Menschen obdachlos

Starnberg – Ein Großbrand hat in der Nacht auf Sonntag in Starnberg ein Wohn- und Geschäftshaus im Achheimviertel weitgehend zerstört. In dem Haus waren auch Asylbewerber untergebracht. Es gab einen Leichtverletzten.

Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen nach Mitternacht im zweiten Obergeschoss des Gebäudes an der Theresienstraße im Starnberger Achheimviertel aus. Alle Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Unter den 17 bekannten Bewohnern des Hauses waren auch einige Asylbewerber unter anderem aus Afghanistan, einige waren auch nicht zu Hause. In dem Bau sind auch Büros untergebracht und eine Fischerei.

Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften waren die Fenster im Obergeschoss bereits zerstört, Flammen schlugen heraus. Die Feuerwehr Starnberg, unterstützt von der Wehr aus Söcking sowie Berg, Percha und im Lauf der Nacht auch Gauting, hatte jedoch in den engen Straßen des Achheimviertels kaum Platz für die Löschfahrzeuge – deswegen wurde die nahe Hauptstraße komplett gesperrt. 

Löschtrupps bekämpften das Feuer, dass sich rasend schnell auf die Hälfte des Dachstuhls ausgebreitet hatte, von innen und von zunächst einer Drehleiter aus. Von der Hauptstraße aus versuchte die Feuerwehr Berg, den Brand auf den vorderen Teil des rund 22 Meter langen Gebäudes zu begrenzen. Der alte Holzdachstuhl bot den Flammen jedoch viel Nahrung, weswegen die Feuerwehren Stunden brauchten, bis das letzte Glutnest gelöscht war. Der Dachstuhl musste fast auf ganzer Länge aufgerissen werden, wofür der Teleskoparm der Feuerwehr Gauting angefordert wurde.

Letztlich konnten die Feuerwehren unter Leitung von Starnbergs Kommandant Christian Reichert und Kreisbrandrat Markus Reichart das Gebäude nicht vor einem immensen Schaden bewahren. Der Dachstuhl ist zerstört, die Zwischendecken gaben nach. Experten des Technischen Hilfswerkes (THW) untersuchten noch während des Einsatzes das Gebäude, ob es einsturzgefährdet ist.

Großfeuer zerstört Wohnhaus in Starnberg

Die 13 anwesenden Hausbewohner sowie Bewohner benachbarter Gebäude wurden zunächst in einer Gaststätte am Bahnhofplatz untergebracht. Ein Afghane (32) musste vom Rettungsdienst wegen Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden, erklärte Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek am Einsatzort. Das Haus ist unbewohnbar, die meisten kamen bei Bekannten oder Verwandten unter. Die im Haus lebenden Asylbewerber wurden noch in der Nacht in Absprache mit dem Landratsamt zumindest vorerst in den Zeltanlagen in Pöcking und Berg untergebracht. Das BRK war mit einem Notarzt, drei Rettungswagen sowie den Schnellen Einsatzgruppen Betreuung und Technik im Einsatz, um sich um die nun Obdachlosen zu kümmern.

Die Bandermittler der Kriminalpolizei haben als Brandursache einen technischen Defekt an einem elektrischen Gerät in der Dachgeschosswohnung ausgemacht. Der Sachschaden beträgt mindestens 500 000 Euro.

Video

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unbekannter versetzt Bojen am Starnberger See
Ein Unbekannter hat Bojen am Starnberger See Richtung Ufer versetzt. Für die Fische kann das böse Folgen haben.
Unbekannter versetzt Bojen am Starnberger See
Graffitiserie beendet: Polizei fasst Sprayer
An vielen Orten in Starnberg und Pöcking haben sich Bürger über Graffiti-Schmierereien geärgert. Nun ist der Täter offenbar gefasst.
Graffitiserie beendet: Polizei fasst Sprayer
Panik in Gautinger Haus: Mann bedroht Nachbar mit Waffe
Eine Panik unter Mietern eines Mehrfamilienhauses löste ein 54-Jähriger in Oberbrunn aus. Er bedrohte einen 36-Jährigen, weil er sich von ihm gestört fühlte. 
Panik in Gautinger Haus: Mann bedroht Nachbar mit Waffe
Der tägliche Frust auf der Gautinger Bahnhofstraße
Die Baustellenumleitung über die Hangstraße belastet in Gauting den Verkehrsfluss zwischen Pippin- und Hauptplatz zusätzlich - und sorgt für täglichen Frust bei den …
Der tägliche Frust auf der Gautinger Bahnhofstraße

Kommentare