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Gut gefüllt war die 300 Quadratmeter große Eisfläche nicht nur am Samstagabend. 120 Menschen dürfen sie gleichzeitig betreten.

Zwischenbilanz

Großer Andrang beim Schlittschuhverleih: Starnberger Eiszauber auf Rekordkurs

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Nach den ersten eineinhalb Wochen kann die Stadt mit dem Eiszauber zufrieden sein: Die Veranstaltung auf dem Kirchplatz ist gut besucht. Der Verantwortliche für die Eisfläche sagt aber: „Man muss immer wachsam sein.“

Starnberg – Es ist ein buntes Bild an diesem Sonntag mitten in Starnberg: Familien schlittern Hand in Hand über das Eis, zwei Frauen Arm in Arm, ein paar Jugendliche als Polonaise.Kinder schieben Pinguin- und Pandafiguren vor sich her, die genauso groß sind wie sie selbst. So mancher Schlittschuhfahrer wackelt unsicher im Kreis, ein Bub mit Eishockeyhandschuhen umkurvt andere, als wären sie Slalomstangen.

Der siebte Eiszauber in Starnberg hat die ersten eineinhalb der gut drei Wochen hinter sich. Und er befindet sich auf Rekordkurs – wenn man Markus Nirschl, dem Betreiber der 300 Quadratmeter großen Eisfläche auf dem Kirchplatz, glaubt. „Es läuft mindestens so gut wie im vergangenen Jahr“, sagt der Mann mit der grauen Mähne, an der Schlittschuhverleih-Theke lehnend. 2018 war das Rekordjahr, mit rund 7800 Schlittschuhläufern. Heuer gehen laut Nirschl an Wochenendtagen an die 150 Paar raus. Konkrete Zahlen kann Bürgermeisterin Eva John noch nicht nennen. Als Veranstalter bekomme die Stadt aber nur positive Rückmeldungen, es laufe sehr gut.

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Ein Selbstläufer ist die Gaudi aber nicht. „Man muss immer wachsam sein“, sagt Nirschl. Der Eisprofi hatte nach den Wettervorhersagen fürs Wochenende Schneeregen vermutet. Bis Sonntagnachmittag jedenfalls blieb der Niederschlag aus. „Wenn es regnet oder schneit, müssen wir mit der Eistemperatur kurzzeitig nach oben gehen. Sonst friert das Wasser fest und das Eis wird uneben“, erklärt Nirschl.

Eine Buckelpiste ist das Eis nicht, dafür aber voller Menschen. 120 dürfen aus Sicherheitsgründen maximal drauf. Manja Kühnel verschafft sich erst einmal einen Überblick. Sie lehnt an der Bande und wartet auf ihren Mann Martin, während die beiden Töchter ebenfalls herumkurven. Die Familie aus Perchting ist schon zum zweiten Mal in diesem Winter beim Eiszauber. „Es ist schön, wenn mal was in Starnberg geboten ist.“ So müsse man sich nicht für den Familienausflug lange ins Auto setzen. Und es ist nicht teuer“, findet die Mutter. Erwachsene zahlen 4, Kinder 3 Euro.

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Zufrieden wirkt auch eine andere Frau, die ihrer vierjährigen Tochter übers Eis hilft. Die beiden sind zu Fuß gekommen ist. „Das ersetzt den Sonntagsspaziergang und ist eine super Möglichkeit, Schlittschuhfahren zu lernen“, sagt die Starnbergerin. Die kleine Philippa steht erst zum zweiten Mal überhaupt auf dem Eis. „Meistens fällt sie hin, wenn ich ,super‘ sage“, erzählt die Mama von den ersten Gehversuchen.

Wer sich eine kulinarische Pause gönnen will, muss die Kufen übrigens gar nicht ablegen. Von der Eisfläche führt der Weg durch das Verleihzelt auf Matten direkt an den Gastro-Stand. Dort warten Crêpes, Galettes oder Pommes auf Aktive und weniger Aktive.

„Die Nougat-Crêpes sind der Bestseller“, sagt Sven Thunig von der Starnberger Eiswerkstatt, die für Verköstigung sorgt. Innen wird neben Glühwein und Kinderpunsch auch im Winter Eis bestellt. „Das hat nichts mit der Außentemperatur zu tun“, hat Thunig beobachtet. Schon bei zwei Sonnenstrahlen würden die Besucher auf kreative Sorten wie Zimtstern oder das Starnberger Stadteis zurückgreifen – eine Mischung aus Bayerisch Creme und Himbeer-Geschmack.

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