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430 Tonnen liegen derzeit in der Starnberger Werft an Land: Die MS Starnberg wird seit Ende der Sommersaison überholt. In zwei Wochen soll das Ausflugsschiff dann wieder in den Starnberger See gelassen werden.

Bayerische Seenschifffahrt

Großes Schiff wartet auf kleinen Dichtungsring

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Die MS Starnberg wird seit Ende der Sommersaison überholt. In zwei Wochen soll das Ausflugsschiff dann wieder in den Starnberger See gelassen werden.

Starnberg – Der Neptun, er ist vielleicht die einzige Konstante auf der MS Starnberg (Baujahr 2004). Die 200 Kilo schwere Galionsfigur aus Bronze zeigt sich Jahr für Jahr unverändert am Bug des Katamarans. Vieles andere an dem Ausflugsschiff muss aber jährlich repariert oder restauriert werden. Alle fünf Jahre – auch heuer – steht gar eine große Überprüfung an.

Derzeit liegt die 430 Tonnen schwere MS Starnberg für einige Arbeiten in der Werft. Vor allem geht es darum, dem Schiff einen neuen Anstrich zu verpassen. Hinzu kommen Arbeiten an der Einrichtung, etwa an den Sitzbänken. Frisches Öl für Motor und Nebenaggregate, Filterwechsel, Steg-Unterbau, Elektronik, Bodenbeläge, Klimaanlage – es ist einiges zu überprüfen und auszubessern. Deshalb liegt die MS Starnberg seit Ende der Sommersaison an Land. Eine lange Zeit. „Normal dauert das nicht so lange“, sagt Ralph Schlemmert, Betriebsleiter der Bayerischen Seenschifffahrt. „Aber wir sind sehr vom Wetter abhängig.“ Und das war im Januar vor allem frostig. Für die Malerarbeiten braucht es bestimmte Temperaturen. „Fünf Grad müssen es auf dem Eisen des Schiffes sein“, erklärt Schlemmert.

Kleines Teil sorgt für großen Stress

Ein wichtiges Thema ist auch der Antrieb des Schiffes mit zwei 500-PS-Motoren. „Wir warten noch auf ein Ersatzteil für den Antrieb“, sagt Schlemmert. Es geht um Dichtungsringe. „Da warten wir nicht, bis sie undicht sind, sondern tauschen sie regelmäßig aus.“ TÜV hat die MS Starnberg schon einmal. „Es gibt null Rost“, freut sich Schlemmert. Der 56 Meter lange und 15 Meter breite Katamaran soll also problemlos durch die große Wartung kommen.

Bis auf dem Schiff für Fahrten auf dem Starnberger See wieder 800 Personen Platz nehmen können, dauert es noch ein wenig. „Wir sind in den letzten Zügen“, sagt Schlemmert, „in 14 Tagen kann die MS Starnberg hoffentlich wieder ins Wasser.“ Bis dahin blickt Neptun auf das Starnberger Ufer.

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