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Grünen-Bürgermeisterkandidatin will autofreie Zonen, Baumschutzverordnung und mehr Wasser in Starnberg

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Von: Tobias Gmach

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Will 2020 Bürgermeisterin werden: Kerstin Täubner-Benicke (l.). Martina Neubauer gratulierte zur Kandidatur. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Kerstin Täubner-Benicke will Starnberger Bürgermeisterin werden. Die Kreissprecherin der Grünen hat viele Ideen - unter anderem autofreie Zonen. Parteikollegin Martina Neubauer kritisierte bei der Nominierung die aktuelle Stadtführung.

Starnberg – Die Starnberger Grünen haben Kerstin Täubner-Benicke als Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Von 44 Mitgliedern des Ortsvereins kamen am Donnerstagabend 17 zur Aufstellungsversammlung in den Bayerischen Hof – bei der Wahl stimmten alle für die einzige Kandidatin.

Täubner-Benicke, Mutter von vier erwachsenen Kindern, ist derzeit Sprecherin des Grünen-Kreisverbands. Das ehrenamtliche Engagement – unter anderem für den Bund Naturschutz und die evangelische Kirche – zieht sich durch das Leben der 51-Jährigen. Für Starnberg hat sie viele Ideen – an die 20 Punkte listete sie in ihrer Vorstellungsrede bei der Versammlung auf.

„Ich will ein ökologisches, grünes Starnberg.“

„Ich will ein ökologisches, grünes Starnberg“, sagte sie. Eine Auswahl ihrer Forderungen und Vorhaben: eine Baumschutzverordnung, Trinkbrunnen und freigelegte Bäche in der Stadt, „Blühwiesen statt Mähroboter und Steinwüsten“, mehr biologisches und vegetarisches Essen in Kitas, ausschließlich fair produzierte Anschaffungen in allen kommunalen Einrichtungen, eine Klimaschutzkampagne, Energiesparberatungen und eine Plastikvermeidungsstrategie für Bürger. Außerdem plädierte Täubner-Benicke für eine Fußgängerzone und eine autofreie Maximilianstraße. Apropos Verkehr: Starnberg müsse die ewige Debatte um Tunnel und Umfahrung endlich ruhen lassen. „Wir brauchen ein neues gemeinsames Ziel. Es könnte zum Beispiel fahrradfreundliche Stadt heißen.“ Parallel zum Bürgermeisteramt wolle sie auch für den Kreistag kandidieren.

Kritik an Bürgermeisterin Eva John

Parteikollegin und Stadträtin Martina Neubauer betonte, eine eigene Kandidatur der Grünen sei sehr wichtig. Täubner-Benicke habe den Vorteil, dass sie unbelastet vom schlechten Klima im Stadtrat sei. Neubauer übte Kritik an der aktuellen Stadtführung um Bürgermeisterin Eva John: „Die Verwaltung leidet massiv, weil die strategischen Vorgaben fehlen. Und die Bürger werden vernachlässigt.“

Neben John und Täubner-Benicke bewirbt sich Patrick Janik als Kandidat von UWG, CSU, SPD, Bürgerliste (BLS) und Parteifreien (DPF). Die FDP könnte am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung jemanden nominieren, die WPS hat bisher niemanden aufgestellt.

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