Spatenstich neue Sporthalle MIS Buchhof
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Beim Spatenstich mit MIS-Geschäftsführer Roman Friemel, Schulleiter Timothy Thomas, Landrat Stefan Frey und Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik (v.l.) halfen auch Schüler der MIS.

Spatenstich für MIS-Großprojekt

Halle für Sport und Schulgemeinschaft: Platz für bis zu 1800 Menschen

  • Katja Brenner
    vonKatja Brenner
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Die Munich International School baut eine Vierfachturnhalle. Am Donnerstag erfolgte offiziell der erste Spatenstich, coronabedingt allerdings ohne große Feierlichkeiten. Der Turnhallenneubau ist der erste Schritt im Rahmen des „Masterplan 2035“, den die Schule für ihre Weiterentwicklung verfolgt.

Buchhof – Die Baufirma hat extra ein paar Lücken in den sonst blickdichten Holzbauzaun geschnitten, damit die Schüler den Baufortschritt beobachten können. Die Bagger rückten bereits am Montag an, am Donnerstag erfolgte offiziell der Spatenstich für die neue Vierfachturnhalle der Munich International School (MIS). Wenn sie fertig ist, wird sie die größte Turnhalle im Landkreis sein.

Für die MIS sei es „ein ganz besonderer Tag“, betonte Schulleiter Timothy Thomas am Donnerstagnachmittag. Die alte, rund dreißig Jahre alte Dreifachturnhalle gleich nebenan reiche für heutige Ansprüche nicht mehr, öfter als einmal wöchentlich Schulsport je Klasse sei aus Kapazitätsgründen nicht möglich. „Das passt nicht zu unserem Programm und unserem Konzept.“

Fertigstellung der Turnhalle für 2022 geplant

Die neue Halle im östlichen Teil des Schulgeländes mit einer Bruttogeschossfläche von 5650 Quadratmetern soll Platz für Schulsport bieten, aber auch Raum für Versammlungen. Bis zu 1800 Personen haben in ihr Platz. „Wir können hier das Schuljahr gemeinsam beginnen und beenden“, so Roman Friemel, Geschäftsführer der MIS. Das stärke die Schulgemeinschaft. Derzeit besuchen die Schule rund 1200 Kinder und Jugendliche, in den kommenden fünf Jahren könnte die Schülerzahl auf rund 1300 steigen.

Fertiggestellt werden soll die neue Turnhalle Mitte 2022. Der Neubau kostet rund 12 Millionen Euro, wovon die Hälfte laut Schulleitung durch Spenden finanziert wird. Neben einer Versammlungsstätte im Untergeschoss sollen im Erdgeschoss Büroräume für die Fachschaft Sport, ein Besprechungs- und ein Erste-Hilfe-Raum sowie ein Imbissbereich entstehen. Im Obergeschoss sind ein 90 Quadratmeter großes Tanzstudio und ein Fitnessbereich auf 284 Quadratmetern geplant. Der Fitnessbereich ist nicht nur für die Schüler gedacht, auch Mitarbeiter der MIS sollen ihn nutzen können. Er soll angesichts zunehmender Arbeit am Computer für Schüler und Mitarbeiter „einen Ausgleich schaffen“, so Friemel.

So soll die fertige Halle von Innen aussehen.

Das neue Gebäude hat einen quadratischen Grundriss; damit es gebaut werden kann, musste die zuvor unbebaute Fläche aus dem Landschaftsschutz genommen werden (wir berichteten), auch der Zaun, der das Areal zum Schutz der Schüler umgeben soll, sorgte für einige Diskussionen.

Das Erscheinungsbild des Innenbereichs der Vierfachturnhalle wird von zum Teil mit Holz verkleidetem Sichtbeton geprägt sein, die Türen zu den Unterrichts- und Büroräumen werden verglast, sodass Sichtbezug zum Flur besteht.

Neubau erster Schritt für „Masterplan 2035“

Der Turnhallenneubau ist Teil des „Masterplan 2035“ der Schule. Als erster Schritt entsteht die Vierfachturnhalle. Wenn sie fertig ist, soll die alte Sporthalle zum Teil abgerissen, vor allem aber umgebaut werden. In ihr wird die seit einem Jahr auf 350 Quadratmetern in Containern untergebrachte Bibliothek auf dann rund 1200 Quadratmetern Platz finden, ebenso eine digitale Bibliothek und die IT-Zentrale. Flexibel nutzbare Räume sind ebenso vorgesehen. Dieser Neubau, der sogenannte „Innovation Hub“ (deutsch: Innovationszentrum), befindet sich aber noch in der Konzeptionsphase. Er soll einmal das Zentrum des MIS-Campus bilden.

Sowohl Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik als auch Landrat Stefan Frey bekannten sich beim Spatenstich zur MIS. Sie sei Ausdruck von „Starnberg als Bildungsstandort“, so Janik, und „für den Landkreis eine wichtige Bildungseinrichtung“, so Frey. Daher sei es „richtig und wichtig“, dass die Schule mit Schülern und Lehrern aus rund 65 Ländern den Schritt mit dem Neubau gehe.

Bis er steht, muss jedoch noch einiges passieren. Der Aushub der Baugrube wird aller Voraussicht nach noch den Rest des Jahres in Anspruch nehmen. Läuft alles nach Plan, kann Anfang kommenden Jahres das Fundament gegossen werden.

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