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Spaß auf der Matte: Beim Aktionstag „Starnberg bewegt“ im Oktober zeigten Ayla und Julia, wie elegant und anspruchsvoll Judo ist. Nun sollen auch die Schüler für diese spannende Sportart begeistert werden.

Hallenwettbewerb

Ringen um die Randsportarten

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Starnberg - Mit einer cleveren Aktion wollen die Starnberger Sportvereine an den Schulen auf sich aufmerksam machen. Heute findet ein erstes Vorbereitungstreffen statt.

Ausgerechnet die Fußball-EM war der Auslöser. Nach dem Kicker-Spektakel in Frankreich, begleitet von allumfassender Berichterstattung auf allen Kanälen, setzten sich der Sport-Referent der Stadt Starnberg, Winfried Wobbe, und Peter Lietzenmaier zusammen. Sie grübelten darüber nach, wie sie es schaffen könnten, den Kindern und Jugendlichen in ihrer Stadt zu vermitteln, dass es noch so viele andere spannende Sportarten gibt, die nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen, berichtet Winfried Wobbe.

„So wurde die Idee geboren, gemeinsam mit den Schulen ein Angebot zu erarbeiten“, erinnerte er sich gestern Abend im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Wobbe, der selbst jahrzehntelang Sportlehrer am Gymnasium in Starnberg war, verfolgte die Idee weiter.

Heute soll ein erstes Treffen mit den Schulleitern stattfinden. Das Angebot: Die Starnberger Sportvereine kommen in den Schulen zu Besuch und präsentieren, wie man sich in der Stadt sportlich betätigen kann.

„Die Details müssen noch geklärt werden, aber grundsätzlich haben wir uns das folgendermaßen vorgestellt: Die Schulen schauen, wann es passt. In der Regel haben am Gymnasium meistens mehrere Klassen gleichzeitig am Nachmittag Sportunterricht. Zu einer solchen Sportstunde kommen die Vereinsvertreter vorbei und präsentieren den Kindern ihre Sportarten an verschiedenen Stationen. Bei einem weiteren Termin könnte dann ein kleiner Wettbewerb veranstaltet werden“, so Wobbe.

Win-Win-Situation für beide Seiten

Bei den Sportarten wolle man sich daran orientieren, was auch in Starnberg an Vereinssport angeboten wird: „Es macht wenig Sinn, hier Boxen zu präsentieren, wenn es vor Ort keine Trainingsmöglichkeiten gibt.“ So soll der Fokus auf Tischtennis – hier leistet der SV Söcking seit vielen Jahren hervorragende Arbeit – auf Basketball, Judo, den brasilianischen Kampfsport Capoeira und Volleyball gelegt werden. Hier sei der TSV Starnberg bestens aufgestellt, so Wobbe weiter. Auch mit den Wangener Sportlern sei man im Gespräch darüber, ob die nicht den modernen Fünfkampf präsentieren wollen.

„Am Ende wäre das für beide Seiten eine Win-Win-Situation“, wirbt der Sport-Referent. Die Schüler hätten eine spannende Abwechslung im Sportunterricht und können sich in Leibesübungen versuchen, die normalerweise nicht angeboten werden. Und die Vereine könnten vielleicht das eine oder andere Kind dafür begeistern, regelmäßig zu trainieren.

Wie genau das Angebot an den einzelnen Schulen ausgestaltet werden soll, wird heute bei der Zusammenkunft abgestimmt. Vorerst haben Wobbe und seine Mitstreiter dabei vor allem die Grundschüler und die unteren Klassen von Realschule und Gymnasium im Blick. „Wenn die Sache gut ankommt, könnten wir die Schnupperstunden aber auch für die höheren Jahrgangsstufen anbieten“, berichtet er.

„Die Aktion soll sich nicht den Eindruck erwecken, dass wir gegen den Fußball sind. Wir sind Fans und schauen gern gute Spiele an“, schreiben die Initiatoren. Es soll lediglich vermittelt werden, dass es neben Fußball, Handy und Playstation noch sie viel mehr zu erleben gibt, wenn man trainiert.

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