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Die Stadt Starnberg will im laufenden Jahr rund 96 Millionen Euro ausgeben.

Starnberger Finanzen

Etat hat noch ein 11,8-Millionen-Defizit

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Die Stadt Starnberg will im laufenden Jahr rund 96 Millionen Euro ausgeben. Das geht aus dem Haushaltsentwurf von Bürgermeisterin Eva John hervor, den der Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend beraten hat.

Starnberg – Nach knapp viereinhalb Stunden Fragen, Erläuterungen und Diskussionen sowie rund 200 Seiten voller Euro-Beträge war zunächst einmal Schluss. Der Haupt- und Finanzausschuss vertagte am Montagabend die weitere öffentliche Beratung des Haushaltsentwurfs für 2018 auf einen zweiten Termin. Zuvor hatten Bürgermeisterin Eva John und Stadtkämmerer Thomas Deller den Stadträten Rede und Antwort gestanden.

Rund 96 Millionen Euro ist der Entwurf schwer – 73 Millionen Euro davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt, mit dem die Kommunen das laufende Geschäft betreiben, 23 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen festgeschrieben sind (siehe Kasten). Und da klafft unter dem Strich eine respektable Lücke: 11,8 Millionen Euro beträgt das errechnete Defizit – vier Millionen Euro mehr als im Haushalt des vergangenen Jahres, was vor allem auf Ausgaben für das Seebad und die Westumfahrung zurückzuführen ist. Für Eva John dennoch kein Grund zur Beunruhigung: „Wir haben gute Voraussetzungen, einen ausgeglichenen Haushalt hinzukriegen“, sagte sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Zum einen hat die Stadt Rücklagen in Höhe von 8,2 Millionen Euro auf der hohen Kante (nur 100 000 Euro weniger als vor einem Jahr). Zum zweiten sei eine Kreditaufnahme bis zu acht Millionen Euro möglich. Und zum Dritten können Haushaltsansätze in den Beratungen noch reduziert werden. Auch für das Jahr 2017 hatte der Etat zunächst ein Defizit ausgewiesen (7,2 Millionen Euro), das im Lauf der Beratungen jedoch ausgeglichen werden konnte, ohne letztlich Schulden zu machen oder Rücklagen groß antasten zu müssen.

CSU-Fraktionschef Ludwig Jägerhuber schlug den dritten Weg vor. „Wir sollten den Haushalt auf sehr realistische Daten zurückfahren“, sagte er – auch vor dem Hintergrund der Haushaltsreste in Höhe von gut 16 Millionen Euro, also Gelder, die bereits im Jahr 2017 eingeplant waren, aber nicht ausgegeben wurden. Die CSU werde diesmal nur Ausgaben für bereits beschlossene Projekte zustimmen, sagte Jägerhuber. Markus Mooser (WPS) sah „einen ordentlichen Haushalt“. Und BMS-Fraktionschef Josef Pfister sprach sich für reges Investieren aus: „Wir sollten nicht anfangen, die Erlöse zu zählen, sondern etwas für die Starnberger tun.“

Die nächste öffentliche Haushaltsberatung findet am 8. März statt.

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