Hausverbot für Wertstoffhof rechtens

Starnberg - Wer sich nicht benehmen kann, muss seinen Müll woanders hinbringen: Der AWISTA kann Hausverbote für Wertstoffhöfe verhängen. Das sieht der Verband nach einem Rechtsstreit als erwiesen an.

In Tutzing war es vor einiger Zeit zu einem schwer wiegenden Vorfall gekommen, als ein Kunde nach einem Wortgefecht mit einem Mitarbeiter körperliche Gewalt androhte. Das war dem Abfallwirtschaftsverband zu starker Tobak, er sprach ein Hausverbot gegen den Kunden aus - allerdings nur für den Tutzinger Wertstoffhof. Der Mann ging dagegen vor. Vor Gericht einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich. Nach Ansicht von AWISTA-Werkleiter Peter Wiedemann und dem Verbandsvorsitzenden Peter Flach bestätigt dieser: Ja, Hausverbot sind möglich. Das gegen den Kläger wird jedoch demnächst aufgehoben.

Hausverbote sind selten, Dispute auf Wertstoffhöfen dagegen nicht. Das liegt auch an den Festlegungen zu Anliefermengen, die beim Kunden nicht immer auf Verständnis treffen. Deswegen werden die AWISTA-Mitarbeiter geschult - auch im Umgang mit "aggressiven Kunden".

Ein weiteres Hausverbot hat der Verband erst vor kurzem verhängt: Ein Anlieferer war so flott auf das Gelände des Herrschinger Wertstoffhofes gebrettert, dass er einen Arbeiter anfuhr und verletzte.

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