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Ertappt: Ein Dieb mit den Flaschen unterm Arm.

Eine Videokamera filmte alles

Hier rauschen die Schampus-Diebe vom Starnberger See ab

In Starnberg haben mehrere Diebe aus dem Club „Orange Beach“ Champagner geklaut. Eine Kamera filmte sie, die Polize konnte am Tatort weitere Spuren sichern. 

Starnberg – Im „Orange Beach“ an der Uferpromenade in Starnberg treffen sich die Reichen und Schönen. Mit einem Glaserl Champagner macht sich hier schnell Urlaubsfeeling breit. Doch am Samstag mussten die Gäste etwas warten, ehe sie den lässigen Club am Vormittag stürmen konnten. Der Grund: Die Polizei musste Spuren sichern. In der Nacht hatten sich nämlich Diebe aus den (unverschlossenen) Kühlschränken bedient und mehr als zwei Dutzend Flaschen edelsten Champagner mitgehen lassen. Gleich zwei Mal hatten sich die Diebe in der Nacht zum Samstag selbst an der Schampus-Bar bedient. Einmal gegen 4.30 Uhr, dann nochmals etwa zwei Stunden später. Die Täter waren dabei nicht etwa über die Uferpromenade in den Edel-Club eingestiegen, sie legten direkt mit einem Motorboot am „Orange Beach“ an.

Ort des Geschehens: der Club „Orange Beach“ am Starnberger See.

Überwachungskamera filmte die Tat

Was die Täter nicht ahnten: Ihre Aktionen wurden jeweils von einer Überwachungskamera aufgenommen, die gestochen scharfe Bilder lieferte. Darauf sind drei junge Männer Mitte 20 zu sehen, sowie eine Frau in ähnlichem Alter. So zeigen die Videoaufnahmen vom zweiten Diebstahl beispielsweise zwei Burschen, die sich an einem der Bar-Kühlschränke zu schaffen machen und jeweils mehrere Flaschen Champagner im Wert von mehreren tausend Euro auf einmal wegtragen.

Die Starnberger Polizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls. Inzwischen haben die jungen Leute kalte Füße bekommen. Nachdem die Orange-Beach-Betreiber nämlich eine Sequenz der Videoaufnahmen ins Internet gestellt hatten, hat ein Anwalt Kontakt zu den Geschädigten aufgenommen. „Wir sind mit den Verursachern im Gespräch, die den Schaden gerne wiedergutmachen wollen“, sagte der Orange-Beach-Chef Oliver Bledt. Vor einer Strafe wird sie das aber nicht schützen.

jam

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