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Hilfsbedürftige Frau um 170.000 Euro geprellt

Garmisch-Partenkirchen - Gut 250 000 Euro hat sich eine 49-Jährige in nur vier Jahren erschwindelt. Bei einer der Gaunereien fiel die Frau selbst auf einen Trick herein - diesmal aber der Polizei.

Die Frau aus dem nördlichen Teil des Kreises Garmisch-Partenkirchen wollte alles haben: flotte Autos, schicke Kleidung, teure Möbel. Und sie bekam alles für ihren aufwändigen Lebensstil. Seit Freitag allerdings sitzt sie in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen hatte ihr in Starnberg eine Falle gestellt. In der Verleihfirma nahmen Beamte die 49-Jährige fest.

So endet eine Serie von Betrügereien, die wohl 2006 begonnen hat. Damals erschlich sich die Beschuldigte nach Auskunft von Konrad Rutzinger, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, das Vertrauen einer alleinstehenden und hilfsbedürftigen Frau (48) aus Ohlstadt und betreute sie - bis in das Jahr 2009. Von ihr ergaunerte sie sich in der Zeit insgesamt rund 170.000 Euro.

An die 23.000 Euro kamen durch großzügige Einkäufe im südlichen Kreis Garmisch-Partenkirchen zusammen. Bei Kleidung, Möbeln und einem Auto täuschte die Frau jeweils vor, sie könne zahlen - doch die Geschäftsleute blieben auf ihren Kosten sitzen. Genauso ging es einem einem Autohaus im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, bei dem die 49-Jährige einen Pkw abholte, aber nie bezahlte. Inzwischen hat der Händler das Auto im Wert von 13.000 Euro wieder. Und von einem Bekannten lieh sie sich 45 000 Euro.

Macht in vier Jahren rund eine Viertelmillion Euro. Und noch ist offen, ob mehr dazukommt. (matt)

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