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Das Nadelöhr in Starnberg, der Tutzinger-Hof-Platz, aufgenommen von einer Drohne aus.

Anwohnerversammlung

Was hilft gegen den Schleichverkehr im Wohngebiet?

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Starnberg - Wie löst man die Verkehrsprobleme in dem Wohngebiet zwischen Hanfelder Straße und Bahnlinie? Nächsten Montag haben die Anlieger das Wort. Mehr als 2000 Anwohner und Eigentümer sind eingeladen.

Beschilderungen, Einbahnregelungen, bauliche Veränderungen wie Verengungen der Fahrbahn – das ist die Mischung, aus der eine städtische Verkehrsberuhigung bestehen kann. Zwingend erforderlich sind diese Maßnahmen nach Ansicht der Verwaltung in dem Wohngebiet zwischen Hanfelder Straße und Bahnlinie. Allein über den östlichen Teil der Rheinlandstraße schleichen pro Tag bis zu 1500 Fahrzeuge, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Auf der Max-Emanuel-Straße/Otto-Gaßner-Straße sind es knapp 1000, wie eine Zählung im Mai ergeben hat.

Seit einiger Zeit bereits beschäftigen sich die Planer des Hannoveraner Büros SHP mit dem Gebiet. Ihre Ergebnisse wollen sie am 7. November den Anliegern vorstellen. 2150 Anwohner und Eigentümer sind persönlich angeschrieben und eingeladen worden. Und deren Stimme soll viel Gewicht haben.

„Uns ist es wichtig, den Input der Anlieger zu bekommen“, sagt Bürgermeisterin Eva John im Gespräch mit dem Starnberger Merkur und stellt klar: „Es gibt noch kein fixes Konzept.“ Die SHP-Ingenieure würden in der Sitzung ihre Vorschläge unterbreiten und wollen erklären, welche Maßnahme welche Auswirkungen haben kann – dann seien aber die Bürger am Zug. „Eine Beratung ohne die Anlieger wäre unvollständig“, sagt John und reagiert damit auch auf Kritik von CSU-Chef Stefan Frey.

Er hatte John einen neuerlichen Alleingang vorgeworfen, weil die Bürgermeisterin das SHP-Konzept bislang weder dem Stadtrat vorgestellt noch die einzelnen Stadträte zu der Anwohnerversammlung eingeladen habe. Genau das habe das Gremium aber bereits im Juli beschlossen. Stattdessen habe John sogar eine Ausschusssitzung mangels beratungsfähiger Punkte ausfallen lassen – für Frey eine „neue Provokation“. Zudem sei „die Reihenfolge Stadtrat, Bürger, Stadtrat auch sinnvoll, um den Bürgern abgestimmt gegenübertreten zu können“. John will erst nach der Versammlung dem Stadtrat eine Beschlussvorlage präsentieren. „Wir können nicht warten, bis der Tunnel fertig ist“, sagt sie. „Wenn wir es ernst nehmen, die Wohn- und Lebensqualität verbessern zu wollen, müssen wir es angehen.“

Die Versammlung findet am Montag, 7. November, in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule, Hirschanger 6, statt. Ab 18 Uhr besteht Gelegenheit, sich über die Planung zu informieren. Ab 19 Uhr stellt das Verkehrsplanungsbüro SHP Ingenieure sein Maßnahmenkonzept vor.

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