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Wünschen sich mehr Flächen: Sanne Berner (v.l.) mit Hündin Elsa, Rebecca Wahmke mit Hund Simba, Christiane Engel-Haas mit ihrer Paula und Nina Sollich mit Karlie im Sommer 2017 zum Start der Petition.

Online-Petition

Ärger um Badefläche für Hunde: „Wir lassen uns nicht abspeisen“

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Im Sommer 2017 unterzeichneten 999 Menschen eine Online-Petition – sie wünschen sich Badeflächen für Hunde. Generell gebe es zu wenige Freilaufmöglichkeiten. Die Anfrage ist bis heute unbeantwortet.

Starnberg – Mit der Online-Petition von Rebecca Wahmke ging es so richtig los. Innerhalb von sieben Tagen sprachen sich im vergangenen Sommer 999 Menschen (davon 500 aus dem Landkreis Starnberg) für einen Hundestrand in Starnberg aus. Was folgte: Diskussionen zwischen Bürgern und Hundehaltern bis hin zu öffentlichen Anfeindungen – aber bis heute keine Lösung.

In einer E-Mail der Stadt sei ihr schon kurz nach der Petition versichert worden, dass sie eine Nachricht erhält, sagt Wahmke. In der Stadtratssitzung vor wenigen Tagen hakte sie in der Bürgerfragestunde nach. „Ich dachte, dass ich da mehr Informationen bekomme.“ Fehlanzeige. Die Sache liegt beim Landratsamt, hieß es da. Konkret geht es um eine Fläche hinter der Nepomukbrücke, zwischen Würm-Abfluss und Lüßbach, die dem Landkreis gehört. Dort könnte abgezäunt werden, Hunde frei auslaufen und auch baden. „Die Anfrage ist in der Bearbeitung“, teilt Landratsamt-Sprecher Stefan Diebl mit.

Halterin: „Die Lage ist sehr angespannt“

Unter anderem müsste geprüft werden, ob die Vorgaben für die Erholungsgebiete und das damit verbundene Hundeverbot von 15. Mai bis 15. September gilt. Grund für die Petition war, dass eine ähnliche Regelung auch für den Bürgerpark beschlossen worden war und für die Hundehalter ^wieder eine Fläche wegfiel.

Wahmke wartet derweil weiter ab. „Die Situation hat sich für uns Hundehalter nicht verbessert“, betont sie. „Die Lage ist sehr angespannt. Viele sagen: Wenn ich mit dem Hund spazieren gehen möchte, muss ich weiter wegfahren.“ In Starnberg gebe es drei offene Flächen: an der Ludwigstraße, am Almeidaweg und am Kindergarten Söcking. „Drei Wiesen sind zu wenig für 1100 gemeldete Hunde.“ Mit ihrem Hund Simba fährt sie nach Leutstetten und verbindet das Gassigehen mit Reiten. Ansonsten nutzt sie freie Wiesen im Umland. In der Stadt müssen sie Hunde an die Leine nehmen.

Plan: Ein Drittel der Fläche abzäunen

Die Halter wünschten sich eine näher gelegene Lösung zum Gassigehen, sagt Wahmke. Die Starnbergerin bekommt es in persönlichen Gesprächen mit, auch in sozialen Netzwerken. In einer Facebook-Gruppe haben sich 200 Nutzer zusammengetan.

Alternative Möglichkeiten als die genannten bieten sich in Starnberg kaum, sagt Wahmke. „In der Stadt gibt es nicht so viele freie Flächen.“ Daher hofft sie auf eine Lösung auf dem Gebiet des Landkreises. „Ein Drittel der Fläche würde reichen und die Badegäste nicht stören.“ Ob das denkbar ist, muss das Landratsamt entscheiden. Sollte die Rückmeldung negativ sein, kündigt Wahmke bereits Gespräche mit der Stadt an: „Wir lassen uns nicht abspeisen.“

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