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Hunderte feuern Radfahrer an

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 Auch dort säumten zahlreiche Schaulustige die Rennstrecke der „European Championships“.
Auch in Wangen säumten zahlreiche Schaulustige die Rennstrecke der „European Championships“. © Photographer: Andrea Jaksch

Sieben der insgesamt rund 210 Kilometer beim Herren-Straßenradrennen der „European Championships“ führten am Sonntag durchs Gebiet der Stadt Starnberg. Das Feld der rund 170 Sportler war in wenigen Minuten durchgefahren, hatte aber Hunderte Zuschauer.

Percha/Wangen – In Wangen klangen Alphörner durch den Ort, ein Hubschrauber kreiste, in Percha standen Hunderte am Straßenrand, in Berg sogar der Bürgermeister: Das Radrennen der Herren als Teil der „European Championships“ am Sonntag durchbrach etwas die Ferienruhe. Größere Probleme gab es nicht, die Sache war im Prinzip nach wenigen Minuten vorbei.

Der Tross der rund 170 Radfahrer plus eine größere Zahl an Begleitfahrzeugen war schneller, als Organisatoren und Polizei erwartet hatten. Die Kolonne kam etwa 15 Minuten früher in den Kreis als gedacht – Polizei, Feuerwehren und Verkehrssicherungsunternehmen waren vorbereitet. Bereits ab 12.15 Uhr sperrten sie die Strecke von Allmannshausen durch Berg und Kempfenhausen nach Percha und dann weiter nach Wangen und weiter auf der Olympiastraße Richtung München ab. Nach etwa 45 Minuten war alles wieder freigegeben, bilanzierte Oliver Jauch, Verkehrssachbearbeiter der Polizei und für den Einsatz verantwortlich, nach dem Rennen. Größere Probleme habe es nicht gegeben, auch musste kein einziges Auto abgeschleppt werden, weil es die Rennstrecke blockierte. An den Sperren gab es zwar Diskussionsbedarf, manche Autofahrer konnten die Beamten auch noch durchlassen – und für Radfahrer gab es eine Sonderlösung: Sie durften auf dem Radweg zwischen der Landkreisgrenze und Percha weiterfahren, während ihnen die Rennradfahrer auf der Straße entgegenkamen. Das nahm etwas den Druck, denn es waren viele Freizeitradler unterwegs. Einige Autofahrer, berichtete Jauch, ignorierten die Sperrung der Ausfahrten der B 2 aus Richtung Starnberg nach Percha und von der Autobahn aus Richtung Dreieck. Sie standen dann aber an der Hauptkreuzung in Percha an der nächsten Sperre und kamen nicht weiter. Die Ausfahrten waren mit Baken und Fahrzeugen blockiert – offenbar nicht genug. „Es war ein ganzer Schwung, der meinte, die Absperrungen gelten für sie nicht“, sagte Jauch. Auch in Wangen hatten Polizeibeamtinnen mit Durchwilligen zu kämpfen.

Für die Polizei überraschend war das Publikumsinteresse. In Berg und Kempfenhausen standen Dutzende Zuschauer am Straßenrand, in Percha mehrere hundert und in Wangen mehr als 100. Einige hatten Fahnen dabei. Den meisten Beifall erhielt der letzte Radfahrer, der etwas hinter dem Hauptfeld durch Percha radelte.

Auch entlang der Olympiastraße in Wangen feuerten zahlreiche Zuschauer die Radsportler an, die zu dem Zeitpunkt noch rund 93 Kilometer bis zum Ziel in München vor Augen hatten. Die beiden Ausreißer Lukas Pöstlberger aus Österreich und Silvan Dillier aus der Schweiz lagen zu dem Zeitpunkt noch deutlich vor dem Feld, sollten aber 27 Kilometer vor dem Ziel vom Peloton eingeholt werden. Bis zum Eintreffen der Sportler unterhielten die Wangener Alphornbläser Elisabeth Appel, Angelika Nestroy und Bernd Appel das Publikum.

Gegen 12.45 Uhr waren die Radler durch und fuhren weiter Richtung München. Mehr über die „European Championships“ lesen Sie im überregionalen Teil. Das Rennen der Damen nächsten Sonntag führt nicht durch den Landkreis.  ike/ps

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