Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Worauf sind die Starnberger stolz? Stadtentwicklerin Anne Krämer zeigt Begriffe, die auch von den Einzelhändlern genannt wurden, unter anderem den Schlossgarten, den See und das Bahnhofsgebäude. 

Ideenwerkstatt

Das wünschen sich Starnbergs Händler

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Schönere Plätze, eine attraktive Seepromenade, mehr Miteinander - so kann die Innenstadt zum Star werden.

Starnberg – Für Victoria Lettl ist die Sache klar: „Wir haben zu wenig Aufenthaltsqualität in der Stadt“, sagt die Inhaberin von Raumdekor Lettl. „Wo kann man hingehen? Wo kann man sich abends mit einem Eis hinsetzen?“, fragt sie sich – und spricht vielen aus der Seele: Einwohnern, Gästen, Politikern, vor allem aber auch ihren Kollegen aus der Starnberger Händlerschaft, die sich in der Cityinitiative zusammengeschlossen haben. Etwa 20 von ihnen trafen sich am Montagabend im Kulturbahnhof, um sich im Rahmen der Ideenwerkstatt (siehe Kasten) ihre Gedanken darüber zu machen, wie die Starnberger Innenstadt zum Star wird.

Mehr Vielfalt, mehr Attraktionen, kurz: mehr Leben in Starnberg – da spielen die Händler und Gewerbetreibenden eine entscheidende Rolle neben den Hauseigentümern, den Stadträten und der Stadtverwaltung. Schnell wurde klar, wo der Schuh drückt.

Mangelnde Attraktivität der Plätze:„Der Tutzinger-Hof-Platz und der Kirchplatz sind total lieblos und verwaist“, sagte Herrenausstatter Christoph Klöpfer und mahnte frische und wechselnde Bepflanzungen sowie – vor allem – ein besseres gastronomisches Angebot an. „Der Kirchplatz ist ein toter Platz“, pflichtete Susanne Holzner (Modesalon Frog) bei. „Es wäre wichtig, dass der Platz grüner wird und eine Möblierung erhält, die zum Verweilen einlädt.“ Den Samstag als zweiten Markttag mit einem umfassenden Angebot brachte Wolfgang Bartelmann (Bücherjolle) ins Gespräch.

Brachliegende Seepromenade:Vermüllt, dreckig und peinlich – mit diesen drei Schlagworten umriss Bettina Krebs (Modafein in den Seearkaden) die Situation rund um Bahnhof See und Seepromenade. „Wenn man aus dem Bahnsteig aussteigt, kriegt man einen Schock. Da würde ich am liebsten selbst mit dem Kehrbesen hingehen.“ Ein positives Beispiel hatte ihr Ehemann Franz Deger parat: die Maximilianstraße. Der Umbau zeige, dass Mobilität und Lebensqualität sich nicht ausschließen müssten. „Auch Einbahnregelungen halte ich für ein geeignetes Konzept.“

Zu viele städtische Auflagen: „Mehr Freiheit für Händler“, forderte Buchhändler Bartelmann. Er habe auf dem Kirchplatz eine Bücherjolle aufstellen wollen – „da hätte ich ein Fachgutachten erbringen müssen.“ Sven Thunig von der Eiswerkstatt, frisch an den Kirchplatz gezogen, berichtete, dass er zwar Tische und Stühle ins Freie räumen dürfe, einen Teil davon aber beseitigen müssen, wenn Wochenmarkt ist. „Das ist schwierig, jede Woche 50 Kilo schwere Schirmständer wegzuräumen.“ Immerhin: Stadtbaumeister Stephan Weinl versprach, nach einer unbürokratischen Lösung zu suchen.

Mangelhafter Dialog: Ein Zusammenspiel zwischen Eigentümern, Mietern und Stadt sei nicht vorhanden, kritisierte Ulrich Beigel aus dem Vorstand der Cityinitiative. Ein Thema, das vielen unter den Nägeln brannte. „Wir müssen wieder an einem Strang ziehen“, forderte Vorsitzender Gerald Funk (Cucinella). „Wir wollen doch alle dasselbe“, sagte Susanne Holzner.

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