Glas ja, aber bitte nicht so: Der AWISTA appelliert, kein Altglas einfach auf oder an Containern abzustellen – und schon gar keinen anderen Müll.

AWISTA bittet um Rücksicht

Immer mehr Klagen über Unordnung an Iglus

An Glassammelstellen gibt es zunehmend Probleme – mit Lärm, zu viel Glas, anderem Abfall. Der AWISTA appelliert an alle Landkreisbürger, bei der Glassammlung Sorgfalt und Rücksicht zu üben.

Landkreis – Glas gehört zu den Abfallarten, die sich zu 100 Prozent wiederverwerten lassen. Deswegen liegt dem AWISTA viel daran, möglichst viel Glas zu sammeln. Auf allen 17 Wertstoffhöfen und an 125 so genannten Wertstoffinseln (Iglus) können Landkreisbürger Glas loswerden. Nicht alle sind dabei rücksichtsvoll, und manche verwechseln die Inseln mit einer Mülldeponie.

Drei Probleme tauchen beim AWISTA regelmäßig auf. In dichter besiedelten Gebieten gibt es Beschwerden, dass auch nachts lautstark Glas in die Container geworfen wird. „Wir hören immer wieder Klagen darüber. Wir können nur nahe bei unseren Kunden sein, wenn die Nachbarschaft Glasiglus in ihrer Umgebung akzeptiert. Dazu gehört besonders, ihr Bedürfnis nach Einhaltung der Ruhezeiten zu respektieren“, sagt Vorstand Peter Wiedemann. Dabei sind an allen Containern die Einwurfzeiten angegeben. Verschärft wird das Problem dadurch, dass dem AWISTA Iglu-Standorte fehlen. Weil in Orten mehr in Baulücken gebaut wird, gehen dem Kommunalunternehmen Standorte verloren. „Wir sind laufend im ganzen Landkreis auf der Suche nach Standorten“, erklärt Wiedemann. Auch, weil die Kapazitäten nicht immer reichen – Problem Nummer 2.

An einer ganzen Reihe von Standorten sind die Container schnell voll. Bei vielen, nicht allen Iglus kann Glas von zwei Seiten eingeworfen werden. Regelmäßig würden Glasflaschen auf die Container gestellt, statt sie über den rückwärtigen Einwurfschacht zu entsorgen, heißt es beim AWISTA. Appell daher: Wenn möglich den zweiten Einwurf nutzen oder zur nächsten Insel fahren, aber möglichst nicht Flaschen auf die Container stellen. Die Standorte der Iglus sind in der AWISTA-App zu finden oder unter www.awista-starnberg.de/containerstandorte. „Vielfach wird den Verursachern solcher illegaler Ablagerungen nicht bewusst sein, dass ihr Verhalten eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld geahndet werden kann“, heißt es beim Kommunalunternehmen.

Viele wilde Ablagerungen an Wertstoffinseln

Problem Nummer 3 ist ähnlich gelagert: Insbesondere an etwas abgelegenen Iglu-Standorten wird viel anderer Abfall abgelegt. Fälle gebe es in Krailling oder Geisenbrunn, zeitweise massiv in Berg, sagt Wiedemann. Der AWISTA lässt diesen Müll umgehend einsammeln, was rund 60 000 Euro pro Jahr kostet – und über die Gebühren von allen bezahlt werden muss.

Der AWISTA wünscht sich, dass alle auf Landschaft und Umwelt achten und eben keine Flaschen an den Iglus abstellen oder Müll hinwerfen – und Iglus in ihrer Nähe dulden. „Stärken Sie unser Miteinander für eine lebens- und liebenswerte Landschaft und eine akzeptierte Abfallwirtschaft in ihrer mittelbaren Nachbarschaft“, heißt es in einer Mitteilung.

Im vorigen Jahr wurden im Landkreis rund 4200 Tonnen Glas gesammelt – das sind mehr als elf Tonnen pro Tag. Pro Kopf sind das etwa 30,4 Kilogramm pro Jahr, ein Drittel mehr als im bayerischen Durchschnitt (23,1 Kilogramm). Zielstellung des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises sind 33 Kilogramm pro Kopf bis zum Jahr 2030.

Nicht ganz zufrieden ist der AWISTA auch mit dem Biomüll - es ist zu viel Plastik darin

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau stoppt Auto – weil es einen Kater mitschleifte
Ein Autofahrer hat am Freitag in Starnberg einen Kater mitgeschleift. Durch ihr beherztes Eingreifen konnten eine aufmerksame Passantin und die Feuerwehr das Leben des …
Frau stoppt Auto – weil es einen Kater mitschleifte
Betrunken versucht, Motorrad zu stehlen
Ein junger Mann hat am Samstagabend in Tutzing versucht, ein Motorrad zu stehlen. Auch weil er zu betrunken war, misslang das Vorhaben. 
Betrunken versucht, Motorrad zu stehlen
Heimwegendet in Kellerschacht
Eine 32-Jährige aus Berg hat am Samstag deutlich zu viel Alkohol erwischt. Erst spuckte sie in ein Taxi, dann verschwand sie spurlos und landete schließlich in einem …
Heimwegendet in Kellerschacht
Großes Herz für Mensch und Kunst
Annäherung an ein außergewöhnliches Künstlerpaar – unter diesem Titel steht die Ausstellung der Werke von Lisl und Hans Kreuz.
Großes Herz für Mensch und Kunst

Kommentare