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Schifferlfahren ist auf dem Ammersee – wie hier mit der MS Utting – schon seit 1. April tägli ch möglich. 

Seenschifffahrt

Starnberger Dampfer trotzen Sonnenschein

Seit Tagen lacht die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel, das Thermometer nähert sich der 30-Grad-Marke – und auf dem Starnberger See ist tote Hose. Jedenfalls was die Aktivitäten der Bayerischen Seenschifffahrt angeht.  

Starnberg– Ostern hieß es, wie seit Jahren üblich, „Leinen los!“. Und auch in der darauffolgenden Ferienwoche wurden Kurzfahrten angeboten. Aber mit dem Ferienende kehrte auf dem See wieder Ruhe ein, lediglich an den Wochenenden – also auch an diesem Samstag und Sonntag – läuft ein Fahrgastschiff zu zwei nördlichen Rundfahrten aus (Abfahrt in Starnberg um 12.30 und 14 Uhr). So sieht es auch der offizielle Fahrplan vor (www.seenschifffahrt.de).

Nicht nur die Seeanrainer wundern sich, dass die Schiffe der weiß-blauen Flotte nicht an ihren Fenstern vorbeigleiten, sondern im Hafen der Starnberger Werft stoisch der Schönwetterphase trotzen. In den vergangenen Tagen erreichten mehrere Anrufer unsere Redaktion, die sich teils verärgert äußerten, dass die Seenschifffahrt die Sonnenperiode nicht für ein unerwartetes Umsatzplus nutzt: „Das ist doch ein Wirtschaftsbetrieb.“

Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH (untersteht dem bayerischen Finanzministerium) bedankt sich auf Anfrage unserer Zeitung für den Hinweis: „Die Anregung nehme ich gerne auf und werde es im Betrieb besprechen.“ Grundsätzlich sei die Saison aber lange vorgeplant – personell wie technisch. Am Personal sollten unvorhersehbare Betriebseinsätze allerdings nicht scheitern: „Die Mitarbeiter stehen ab Mitte März bereit.“ Technisch gebe es allerdings derzeit bei der Schifffahrt am Starnberger See noch einigen Nachholbedarf. „Die lange Kälteperiode zu Jahresbeginn hat uns in der Vorbereitung zurückgeworfen. So konnte wegen des Frostes zum Beispiel der Außenanstrich an den Schiffen nicht vorgenommen werden.“, erklärt Grießer. „Es wird daher auf der Werft noch rege gearbeitet.“

Ab kommendem Wochenende werden zwei Linien (jeweils zwei große und zwei nördliche Rundfahrten) täglich bedient. Wer so lange nicht warten möchte, den verweist Grießer an den Ammersee. Dort bietet die Seenschifffahrt seit 1. April täglich schon auf zwei der insgesamt vier Linien das komplette Rundfahrtprogramm an. Warum gilt dieses Angebot nur für den Ammersee? Grießer: „Wir wollten wenigstens auf einem der beiden benachbarten Seen die Saison so früh wie möglich starten.“ Kleiner Trost für die Freunde der Schifffahrt auf dem Starnberger See: Im Herbst fahren dort die Fahrgastschiffe in der Regel länger als auf dem Ammersee – im vorigen Jahr endete die Saison erst Ende Oktober. 

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