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Zum Aufräumen bereit: Christina Rommel vom Ordnungsamt, Bauhof-Chef Peter Mayer, Bürgermeisterin Eva John, Hubert Brem, Gustav Krüger, Bianca Hönigschmid vom Rathaus, Stadtförderin Sarah Buckel, Stefan Barovic und Christian Marterer (v.l.) werben fürs einwöchige Ramadama.  

Starnberg macht sauber

Jetzt anmelden: Eine Woche Ramadama

Statt eines Tages wird in Starnberg in diesem Jahr eine Woche aufgeräumt. Die Stadt will so mehr Teilnehmer am Ramdama gewinnen.

Starnberg – Alles neu macht der Mai – und das beim Ramadama der Stadt Starnberg im Wortsinne. Erstmals ist das große Aufräumen nicht nur ein halber Tag, sondern eine Woche. Bürgermeisterin Eva John und Bauhof-Chef Peter Mayer hoffen auf diese Weise, mehr Starnberger zu einem Beitrag zur Sauberkeit in der Stadt zu animieren. Nötig ist das allemal.

Drei oder vier Dutzend Freiwillige hatten sich in den vergangenen Jahren an den Ramadama-Aktionen beteiligt, Tendenz fallend. Der Stadt ist das zu wenig, besonders für Starnberg selbst. In den Ortsteilen gibt es vielfach eigene Aktionen mit fast ebenso vielen Teilnehmern, in Perchting etwa. Deswegen soll Gustav Krüger, der zumeist einzige Straßenkehrer in der Kreisstadt, eine Woche lang Unterstützung bekommen. „Die Stadt ist stark vermüllt und verdreckt“, stellte die Bürgermeisterin fest, als sie am Gründonnerstag das neue Konzept auf der Seepromenade vorstellte. Die Stadt schätze das ehrenamtliche Engagement der Bürger beim Ramadama sehr, wolle aber viel mehr zum Aufräumen motivieren. „Wir selbst werden Vorbild sein“, sagte sie: Mitarbeiter der Stadt werden in der Woche vom 2. bis 6. Mai den Besen auspacken.

Gruppen sind willkommen

An Müll mangelt es nicht. Beim Ramadama bisheriger Prägung wurden stets etwa zehn Kubikmeter Abfall gesammelt; das entspricht 167 normalen 60-Liter-Mülltonnen. Diese Menge kommt im Sommer beim Aufräumen durch den Bauhof in eineinhalb Tagen zusammen. Die Männer von Peter Mayer sind beim neuen Ramadama eine wichtige Hilfe: Sie sorgen dafür, dass die von der Stadt in Gruppen eingeteilten Helfer den Müll nicht auch noch selbst wegbringen müssen. Die Stadt werde die Teilnehmer auch ausrüsten, kündigte John an (lesen Sie dazu „So funktioniert das neue Ramadama“). Die Stadtverwaltung will mit der Verlängerung auch Schulklassen, Kindergärten, Vereine und Unternehmen animieren, sich an der Aktion zu beteiligen. Man kann sich sein Sammelgebiet auch aussuchen, soweit möglich. Vielleicht lasse sich die eine oder andere Firma bewegen, einmal eine Stunde in der Umgebung Müll zu sammeln. Ein Beispiel: Jugendliche und Mitarbeiter aus dem Jugendtreff Nepomuk werden Graffiti entfernen und Aufkleber von Schildern kratzen. Die Starnberger Wasserwacht kümmert sich wieder um Percha-Beach.

An einem Stück Samstag-Ramadama hält die Stadt fest: der Brotzeit. Die Abschlussveranstaltung am Samstag, 6. Mai, ab 15 Uhr im Starnberger Feuerwehrhaus soll eine Art Dank und Belohnung sein, und was zu gewinnen gibt es auch: Karten für Veranstaltungen, die Schifffahrt, fürs Kino oder Essensgutscheine. Im besten Fall gewinnt die Stadt auch – an Attraktivität durch Sauberkeit.

Das Wichtigste zum Ramdama

Die Zeit: In der Woche von Montag, 2., bis Samstag, 6. Mai, wird aufgeräumt.

Die Helfer: Teilnehmen können alle – einzelne Bürger ebenso wie Schulklassen, Vereine, Firmen. Die Stadtmitarbeiter beteiligen sich ebenfalls.

Das Prozedere: Wer mitmachen will, muss sich bis Freitag, 28. April, bei der Stadt anmelden unter z (0 81 51) 77 21 93 oder gewerbeamt@starnberg.de. Ab Dienstag, 18. April, können sich Teilnehmer Müllsäcke und Handschuhe im Zimmer 213 des Rathauses abholen. Die Stadt koordiniert die Sammelgebiete, damit nicht zu viele an einer und keiner an der anderen Stelle aufräumt. Man kann sich auch ein Gebiet selbst suchen.

Der Abschluss:Am Samstag, 6. Mai, ab 15 Uhr gibt’s im Feuerwehrhaus eine Brotzeit und eine Tombola. Dann wird auch klar sein, wie viel Müll gesammelt wurde. Ab 13 Uhr können sich Bürger im Feuerwehrhaus auch noch Säcke und Einweghandschuhe holen, um vor der Brotzeit noch ein bisschen Müll in der Stadt zu sammeln.

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